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Sequel in der ARD-Krimireihe:"Tatort" mit Lars Eidinger als Psychopath wird fortgesetzt

Lars Eidinger Borowski und der stille Gast NDR Tatort

Lars Eidinger (hier in "Borowski und der stille Gast") kehrt zurück.

(Foto: ARD/Marion von der Mehden)
  • In "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" (AT) kommt Lars Eidinger als psychopathischer Frauenmörder zurück.
  • Erstmals in der Tatort-Geschichte wird ein früherer Fall wieder aufzugreifen und fortgeführt.
  • Mit dem ersten Sequel in der Geschichte der ARD-Krimireihe geht der Tatort einen wichtigen Schritt - und mit der Zeit.

Eidinger als verstörender Psychopath

Manchmal, - und erfreulicherweise immer öfter - hinterlässt ein Tatort Spuren. Wie vor drei Jahren, als Lars Eidinger im Kieler Fall "Borowski und der stille Gast" als Psychopath glänzte und die Fans neunzig Minuten lang nicht über das "Wer?" rätselten, sondern über das "Warum?". Aber Kommissar Borowski und Sarah Brandt entwischte der Täter, was selten vorkommt in einem Tatort.

Fortsetzung von "Borowski und der stille Gast"

Noch seltener, eigentlich nie in den mehr als 40 Jahren der ARD-Krimireihe, ist es passiert, dass ein Fall wiederaufgegriffen wird und eine Figur sogar zurückkommt. Mit "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" (so der Arbeitstitel) will der NDR das nun ändern. Ab sofort dreht Regisseurin Claudia Garde in Kiel die erste Fortsetzung in der Geschichte des Tatorts, teilte der Sender am Mittwoch mit. Auch für die Fortsetzung hat Sascha Arango das Drehbuch geschrieben. Und auch Lars Eidinger kommt als Kai Korthals zurück.

Worum geht's in der Fortsetzung?

Auch in die Handlung gibt der NDR schon einen ersten Einblick: Jahrelang war Kai Korthals verschwunden, bis eine völlig verwirrte junge Frau Sarah Brandt Hinweise auf Korthals' Rückkehr gibt. Borowski hingegen ist schwer verliebt und kurz vor einem Antrag, aber seine Braut verschwindet - könnte Kai Korthals etwas damit zu tun haben?

Tatort geht mit der Zeit

Im Tatort wird an vielen Stellen bereits experimentiert (wenn auch noch nicht genug), aber noch immer ist jeder Fall in sich abgeschlossen. Unkonventionelle Versuche wie in dem Fall aus Ludwigshafen, bei dem die Zuschauer den Täter im Internet ermitteln sollten, scheiterten meistens. Mit dem ersten Sequel überhaupt geht der Tatort einen wichtigen Schritt in Richtung seriellen Erzählens - und mit der Zeit.

Wann kommt der Fall ins Fernsehen?

Die Dreharbeiten zu "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" sollen bis Ende März dauern, die Ausstrahlung ist für 2016 geplant.

© SZ.de/khil
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