Schweizer Medienkonzern Ringier:"Wir geben keine Befehle oder Weisungen"

Lesezeit: 4 min

Schweizer Medienkonzern Ringier: "Wir haben die Regierungen teils heftig attackiert, auch ich selbst in mehreren Leitartikeln", sagt Ringier-Chef Marc Walder.

"Wir haben die Regierungen teils heftig attackiert, auch ich selbst in mehreren Leitartikeln", sagt Ringier-Chef Marc Walder.

(Foto: Frank Hoermann/imago images/Sven Simon)

Hat der Chef des großen Schweizer Medienkonzerns Ringier seine Redaktionen auf Regierungskurs eingeschworen? Ein Interview mit Marc Walder über ein geleaktes Video und heikle Fragen.

Interview von Isabel Pfaff

Marc Walder ist Chef des großen Schweizer Medienkonzerns Ringier, der unter anderem das Boulevardblatt Blick herausgibt. Das neue Jahr begann für ihn ungemütlich. An Silvester kam das Onlinemagazin Nebelspalter mit einem Video heraus, das den Konzernchef in einer Konferenz vom vergangenen Februar zeigt. In der kurzen Passage wird Walder, der mehr als 100 Medienmarken verantwortet, gefragt, wie er die Aufgabe von Medien in der Pandemie versteht. Die Antwort: "Wir hatten in allen Ländern, wo wir tätig sind - und da wäre ich froh, wenn das in diesem Kreis bleibt -, auf meine Initiative hin gesagt: Wir wollen die Regierung unterstützen durch unsere mediale Berichterstattung, dass wir alle gut durch die Krise kommen."

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Zuhören
Leben und Gesellschaft
»Nur darauf zu warten, selbst zu erzählen, tötet jede Kommunikation«
Soziale Ungleichheit
Weniger ist nichts
Umarmung
Psychologie
"Verzeihen ist wichtig für die psychische Gesundheit"
Expats Gesellschaft
Leben im Ausland
Für die Liebe ein Leben zurücklassen
Timothy Snyder
"Postkoloniale Staaten gewinnen immer"
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB