Wirtschaftlicher Druck und veränderte Lesegewohnheiten: Der Verleger Martin Balle und SZ-Chefredakteur Wolfgang Krach diskutieren im Salon Luitpold in München die Frage, ob die Pressefreiheit in Deutschland unter Druck gerät.
Computerspiel
:Bauen Sie sich Ihre eigene Zeitung
In „News Tower“ muss der Spieler seine eigene Zeitung am Laufen halten. Das hat mit Journalismus nicht viel zu tun. Macht aber sehr viel Spaß.
Zeitungsmarkt in Bayern
:Der „Fränkische Tag“ wird jetzt aus Passau gesteuert
Die Passauer Verlegerin Simone Tucci-Diekmann setzt ihren Expansionskurs weiter fort. Ihre Mediengruppe Bayern kauft sich in Bamberg ein und übernimmt dort die Mediengruppe Oberfranken. Die Verantwortlichen verkaufen das als unvermeidlichen Schritt.
Satire-Zeitung
:Lügen, bis sich die Druckpressen biegen
Deutschlands bekannteste Satireplattform „Der Postillon“ gibt es jetzt als Printzeitung. Was für ein Blödsinn − im besten Sinne.
Journalismus
:Mediengruppe Pressedruck streicht 350 Stellen
Wieder baut ein bayerisches Medienunternehmen Stellen ab: Der Verlag hinter „Augsburger Allgemeine“, „Südkurier“ und „Main-Post“ will sich bis 2027 verkleinern.
Die taz wird digital
:Nur Klopapier ist unersetzlich
Die „taz“ stellt ihre tägliche Printausgabe ein. Wir haben die letzte Ausgabe von der Redaktionskonferenz bis zum Verkauf in den Berliner Kneipen begleitet. Ein Abschied.
80 Jahre SZ
:Die Autorinnen und Autoren des „Streiflichts“ bleiben anonym - na ja, jedenfalls meistens
Wenn das tägliche „Streiflicht“ seit 1946 wie ein Leuchtturm über dem Meer der Nachrichten scheinen soll, hat es doch ein paar lustig blinkende Warnblinker eingebaut.
80 Jahre SZ
:Man wird ja wohl noch träumen dürfen
Was kommt, wenn die Welle der künstlichen Intelligenz über die Welt hinweggerollt ist? Eine neue Ära der Aufklärung – mit alten Bekannten. Ein seherischer Blick in die Medienwelt des Jahres 2045.
80 Jahre SZ
:„Alles, was sich über die SZ angebahnt hat, war von Dauer“
Die „Süddeutsche Zeitung“ liefert nicht nur Informationen, sie kann auch Leben verändern: Sie hat Paare zusammengebracht, Menschen ein Zuhause finden lassen oder Lokalpolitikern zu revolutionären Ideen verholfen. Acht persönliche SZ-Geschichten aus der Leserschaft.
80 Jahre SZ
:„Aber objektiv könnten Sie doch wenigstens sein“
Ist die SZ-Redaktion eine Organisation, die nicht weiß, was sie inhaltlich will? Zur Trennung von Nachricht und Meinung, und dem menschlichen Faktor im Journalismus.
Interview mit einer Leserin
:„Ich kann ja nicht vier Wochen ohne die ‚Süddeutsche‘ leben!“
Thelma von Freymann hat seit 60 Jahren ein SZ Abonnement – ohne Pause. Im Gespräch erklärt sie, was sie an der Zeitung liebt, worüber sie sich ärgert und was sie für unabdingbar hält: einen weiten Horizont und einen kritischen Geist.
MeinungDemokratie
:Der Wandel der Medienwelt in den USA sollte Deutschland ein abschreckendes Beispiel sein
In Amerika geben längst Influencer und Podcaster den Ton an. Die Folge: Jeder sitzt in seinem Meinungsbunker, eine Verständigung ist fast unmöglich. Und auch hierzulande verschiebt sich gerade etwas.
Journalismus
:Rüge für die „Passauer Neue Presse“
Die Zeitung hatte im Zusammenhang mit einer Vermisstensuche identifizierend über die SZ-Nachrichtenchefin berichtet. Darin sieht der Deutsche Presserat eine schwere Verletzung der Persönlichkeitsrechte.
Spin-off von The Office
:Hoffnungsvoll altmodisch
Die Serie „The Paper“ erzählt die Geschichte vom Kampf einer Provinzzeitung gegen das drohende Aus – eine Bürosatire mit herzerwärmenden Charakteren.
Zeitungsverlage
:Kinder, hier gibt’s was umsonst
Wie bringt man junge Menschen dazu, sich mehr bei Qualitätsmedien zu informieren? Norwegen erprobt ein neues Modell: Anfixen für lau.
Paris
:Der letzte Zeitungsverkäufer von Paris
Seit 1973 ist Ali Akbar als Zeitungsjunge in Paris unterwegs, schon Sartre gehörte zu seinen Kunden. Er wurde zwar nie Franzose, aber den höchsten Orden der Republik bekommt er jetzt trotzdem.
Verleger Holger Friedrich
:Was der ostdeutsche Blick sein soll
Putin-Versteher, Autokratenfreund und nun angeblich auch noch Antisemit: Die publizistischen Einwürfe von Holger Friedrich, unter anderem Verleger der „Berliner Zeitung“, führen regelmäßig zu wütenden Reaktionen.
Fest zum 80. Geburtstag der SZ
:Das Beste ist noch nicht vorbei
Aubinger Nächte sind lang – und die Controllerin tanzt barfuß zu Rap-Musik: Wie die Süddeutsche Zeitung mit prominenten Gästen und den Mitarbeitern ihr 80-jähriges Bestehen im Bergson Kulturkraftwerk feiert.
Deutscher Alltag
:Immer lesen, nix arbeiten
Auf der assoziativen Drehleiter ins Reich der Ironie: Der Streiflicht-Autor Hermann Unterstöger stand wie kein anderer für die Mischung aus Bildung, Ironie und Bodenständigkeit.
Studie zur Mediennutzung
:Nichts sehen, nichts hören, alles wissen
Bitte nicht noch mehr schlechte News: Die Zahl der Deutschen, die Nachrichten meiden, nimmt zu. Gleichzeitig bleiben sie interessiert am Weltgeschehen. Wie passt das zusammen? Erkenntnisse aus dem „Reuters Digital News Report“.
Wegen NS-Verstrickungen
:Ingolstadt erkennt Zeitungsverleger Reissmüller posthum die Ehrenbürgerwürde ab
Der frühere Herausgeber des „Donaukurier“ hatte seine Rolle im NS-Staat bis zu seinem Tod vertuscht. Nun distanziert die Stadt sich von der einstigen Machtfigur, die Kritik rigoros unterdrückte.
Zeitschrift
:Unverhoffte Zugabe
Die „Weltbühne“ ist wieder da. Das legendäre Monatsblatt war vor 32 Jahren in einem bizarren Rechtsstreit untergegangen. Jetzt will es der Verleger Holger Friedrich wiederbeleben.
Journalismus
:Hier kocht die KI
Die italienische Tageszeitung „Il Foglio“ bringt neuerdings täglich eine KI-Ausgabe heraus. Und siehe: Die künstlichen Kollegen können was. Aber sie haben eine Schwachstelle.
NS-Vergangenheit in der Presse
:Wenn die Aufarbeitung 80 Jahre später beginnt
Der Verleger der NS-Parteizeitung „Donaubote“, Wilhelm Reissmüller, wurde nach 1945 Verleger des „Donaukuriers“. Wie ihm das gelang, und warum er gegen alle Kritik in der Bundesrepublik noch mit höchsten Ehren ausgezeichnet wurde.
SZ-Serie „Ein Anruf bei ...“
:„Zeitungen haben dagegen einen hohen Anteil an Wahrheit“
Zur Tradition Wiener Kaffeehäuser gehört nicht nur der Duft von frisch gebrühtem Kaffee, sondern auch das Rascheln der Zeitungsseiten. Mit einer Aktionswoche wollen Kaffeehausbesitzer nun diese Tradition wiederbeleben – und auch auf ein Problem aufmerksam machen.
Fall Jolanda Spiess-Hegglin
:Dieses Urteil könnte den Boulevardjournalismus verändern
Die Schweizer Ex-Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin muss vom Ringier-Verlag entschädigt werden. Das hat ein Gericht zehn Jahre nach einer Kampagne der Zeitung „Blick“ entschieden. Ein Präzedenzfall in Sachen Persönlichkeitsrecht?
Neue Kooperation der Verlegerverbände
:Wehrt euch, Journalisten!
Fake News, öffentlich-rechtliche Expansion, KI: Unabhängiger Journalismus steht unter Druck. In einem neuen Bündnis wollen sich rund 500 deutsche Verlage nun schlagkräftiger verteidigen.
Ende der Lokalzeitung „Tegernseer Stimme“
:Zum Sterben schön
Martin Calsow hat die Superreichen im Tegernseer Tal vierzehn Jahre lang mit seiner Zeitung geärgert. Jetzt ist Schluss. Ein Gespräch zum Aus der „Tegernseer Stimme“ – über Ärger mit saudischen Scheichs, Fußballer-Villen und Galgenstricke vor der Tür.
Elon Musk und die AfD
:Der Wahlhelfer
Elon Musks Gastbeitrag in der „Welt am Sonntag“ wird heftig diskutiert. Doch wie kam es überhaupt zu dem Text? Und was passiert jetzt?
Nachruf
:Im Outdoor-Office
Experimentelle Abenteurerin und Seite-3-Redakteurin: Die langjährige SZ-Reporterin Sabine Reuter ist gestorben.
Medien in Großbritannien
:Vertreibung aus dem Paradies
Ein Start-up ist dabei, die älteste Sonntagszeitung der Welt, den britischen „Observer“ zu kaufen. Das weckt Begehrlichkeiten von anderer Seite – denn auch die politische Haltung der Zeitung steht zur Verhandlung.
Norwegen
:Das Netflix des Lokaljournalismus
Regionalzeitungen stecken weltweit in der Krise – doch bei der norwegischen Amedia-Stiftung scheint ein Wirtschaftsmodell zu funktionieren. Was ist das Geheimnis?
Lehrermedientag
:Der gute Umgang mit schlechten Nachrichten
Nachrichten voller Kriege, Krisen und Katastrophen belasten Lehrer wie Schüler. Auf dem Lehrermedientag wurde diskutiert, wie man damit umgehen kann – und warum wir uns mit Nachrichten wie Kinder im Süßwarenladen verhalten.
Ingolstadt
:Die Schatten des Ehrenbürgers
Nach den Enthüllungen über die NS-Vergangenheit des einst mächtigen „Donaukurier“-Herausgebers Wilhelm Reissmüller debattiert die Stadt über Konsequenzen. Bei seiner früheren Zeitung ist man schon einen Schritt weiter.
Sachbuch „Das Prinzip Trotzdem“
:Den Journalismus vor den Medien retten
Der Publizist und frühere Direktor der Schweizer Öffentlich-Rechtlichen Roger de Weck legt die vielfältigen Probleme einer Branche dar. Hat er Ideen für die längst fällige Revolution?
Kontaktanzeigen
:„Richtig greisslicher Bursch“ sucht Frau
Kleinanzeigen sind eine Fundgrube für Kuriositäten jeglicher Art. Ein liebeshungriger Jüngling hat zuletzt mit dem Argument, er sei schiach, für sich geworben.
Ausstellung über Zeitungslesende
:Fast schon ein Akt der Selbstliebe
Eddy Posthuma de Boer fotografierte auf der ganzen Welt Menschen beim Zeitungslesen. Das ist mehr als das sehenswerte Protokoll einer Geste.
Medien
:Wie Mathias Döpfner der neue Axel Cäsar Springer wird
Der Chef des Medienunternehmens Axel Springer bekommt nach der geplanten Aufspaltung eine nicht da gewesene Machtfülle – wie vor mehr als 40 Jahren der legendäre Verleger und „Bild“-Gründer. Aber was macht Döpfner daraus?
Baden-Württemberg
:Da blinkt wer nach rechts
Konservativ war die „Schwäbische Zeitung“ schon immer. Dann wollte sie ihren Meinungskorridor verbreitern. Inzwischen, finden Kritiker, entwickle sich das Blatt in eine bedenkliche Richtung.
Journalismus
:Weniger Geld, weniger Einfluss
Mitgliederschwund, finanzielle Anspannung und Abgänge in der Führung – der Zeitungsverlegerverband BDZV sucht nach Lösungen für seine vielen Probleme.
Theodor-Wolff-Preis
:„Ich musste einfach einen Text schreiben“
Bei der Preisverleihung lässt sich einiges über unprätentiöses Reporterhandwerk lernen. Der Gastredner ist diesmal nicht Journalist, sondern Ministerpräsident. Aus gutem Grund.
Zeitungen und Zeitschriften
:Verwirrung bei den Verlegern
Der Zeitungsverlegerverband BDZV verliert Geld und Einfluss, nachdem nun die „Bild“-Gruppe austritt. Wäre ein Zusammenschluss mit anderen Interessengruppen die Lösung?
Pressevielfalt
:Absage für die Zustellförderung
Lange schon wird diskutiert, ob der Staat die Zustellung der gedruckten Presse fördern soll. Nach vielen Versprechen hat Claudia Roth für die Verleger nun keine guten Nachrichten.
Medien
:Die Zerschlagung von Springer rückt näher
Künftig könnte es eine Firma für das Mediengeschäft mit „Bild“, „Welt“ und „Politico“ geben – und eine separate für die Internetgeschäfte. Der Finanzinvestor KKR drängt auf eine Aufteilung.
Lokalzeitung
:Brand beim „Westfalen-Blatt“
In der Nacht zum Sonntag ist ein Feuer im Verlagshaus ausgebrochen. In der Redaktion spricht man von einem „schweren Schicksalsschlag“.
Zeitung auf Papier
:Es knistert noch
Eine neue Studie zeigt: Der Abgesang auf die gedruckte Zeitung passt nicht zu den Gefühlen besonders wichtiger Leser.
Nachruf
:Ein konservativer Geist und Anarchist
Jürgen Busche, Journalist, Intellektueller und einige Jahre auch Ressortleiter Innenpolitik der SZ, ist im Alter von 79 Jahren gestorben.
US-Medien
:Absage bei der „Washington Post“
Der Brite Robert Winnett sollte die US-Zeitung als Chefredakteur aus der Krise führen, doch die Personalie sorgte für Ärger. Nun hat Winnett abgesagt.
Sächsische Zeitung
:Madsack kommt, Stellen verschwinden
Eine der größten Regionalredaktionen Deutschlands soll entstehen, kündigt der Medienkonzern an. Tatsächlich werden bei der „Sächsischen Zeitung“ nun Jobs gestrichen.
Studie zu Nachrichtenkonsum
:Wegschauen und durchatmen
Nachrichtenmüdigkeit, wenig Vertrauen in die deutschen Medien, und zusätzlich mischt nun KI in vielen Redaktionen mit: die wichtigsten Punkte aus dem Digital News Report 2024.