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Journalistenmorde in Mexiko:Zonen des Schweigens

"SOS-Presse" haben Demonstranten für die Pressefreiheit schon 2017 auf eine Straße in Mexiko-Stadt geschrieben. Seither ist die Lage noch schlimmer geworden. Viele Zeitungen schließen einfach.

(Foto: HO/AFP)

Handlanger von Drogenkartellen bedrohen und töten mexikanische Journalisten, die über Massaker und Korruption berichten. Warum es so schwer ist, diese Verbrechen zu verhindern.

Von Christoph Gurk

Als die Mörder kamen, war es kurz nach Mitternacht. Aus einem fahrenden Auto heraus schossen sie mit Schnellfeuergewehren auf die Búfalo Bar, eine kleine Kneipe mitten im Zentrum der mexikanischen Stadt Iguala. 55 Patronenhülsen fand die Spurensicherung später, und die Leiche von Pablo Morrugares, einem lokalen Journalisten. Immer wieder hatte er über die kriminellen Machenschaften der örtlichen Drogenkartelle berichtet und über Verstrickungen der Politik mit den Narcos, den Drogenkartellen. Seit Jahren erhielt er deswegen Morddrohungen, kurzzeitig musste Morrugares sogar die Stadt verlassen. Seit einem Mordanschlag 2016 stand der Journalist dazu auch noch unter Personenschutz, ein Polizist sollte seitdem seine Sicherheit gewährleisten. Doch als die Mörder das Feuer eröffneten, trafen ihre Kugeln auch den Beamten. Er starb neben Pablo Morrugares an jenem 2. August 2020.

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