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"Game of Thrones"-Recap:Nutzlose Wölfe, das Schwert des Morgens und Daenerys im Urlaub

Was der Episodentitel bedeutet:

Die "Eidbrecher" der Nachtwache, der bärbeißige Alliser Thorne und der mit einem eigenen Hass-Subreddit geehrte Olly, fallen dem Schwert Jon Snows zum Opfer. Sam will sein Versprechen gegenüber Gilly brechen, Daenerys ihres gegenüber Khal Drogo. Ein ehemals treuer Stark-Verbündeter hat wenig Skrupel, sich jetzt Ramsay anzudienen. Arya ist es vielleicht gelungen, den vielgesichtigen Gott höchstselbst erfolgreich zu betrügen. Und sogar der päpstlich ehrenhafte Ned Stark war offenbar nicht immer ein Vorzeige-Ritter.

So wird man sich an diese Episode erinnern:

Als die Episode, in der sich auch der letzte Zuschauer fragen muss, wozu es eigentlich die Stark'schen Wölfe gebraucht hat. Ja klar, Jon Snows Hündchen "Ghost" hat ein paar Mal den Tag gerettet. Aber die tierischen Gefährten von Bran, Rickon, Arya, Sansa und Robb hatten bisher kaum mehr Funktion als die Herzlosigkeit diverser Schurken zu illustrieren. Viele Gelegenheiten, das noch zu ändern, bleiben nicht mehr.

Bester Auftritt:

Arthur Dayne. Wer das ist? Der Kämpfer, der es im Alleingang (wenn auch mit zwei Schwertern) mit Ned Stark und zwei anderen aufnimmt. Der Spitzname "das Schwert des Morgens" steht ihm ausgezeichnet. Etwas schade, dass sein imposanter Auftritt vermutlich der einzige bleiben wird. Aber vielleicht ist er ja auch gerade noch rechtzeitig einer rotgewandeten Priesterin begegnet.

Fan-Theorien

Game of Thrones: Wie es in Staffel 7 weitergehen könnte

Wir mochten Daenerys lieber, als sie noch ...

... in Mereen auf dem Thron saß. Ihr unfreiwilliges Exil bei den Dothraki fühlt sich bislang eher nach wenig motiviertem Entspannungsurlaub an, als nach zwingend notwendiger Selbstfindungsreise. Ob dabei jetzt eine treue Dothraki-Armee für sie herausspringt oder letztlich doch ihr Drachenbub Drogon alles abfackelt? Verhältnismäßig egal. Aber ihre Abwesenheit hat auch etwas Gutes: So können Varys und Tyrion in Mereen mit der Skrupellosigkeit die politischen Probleme lösen, die Daenerys ihnen wohl nie gestattet hätte.

Wen wir vermisst haben:

Lord Petyr Baelish, besser bekannt als Littlefinger. Die letzte Amtshandlung des intriganten Strippenziehers war es ja, Sansa Stark für einen ungenannten Gefallen an Ramsay zu verhökern. Seitdem hat er es sich im Haus von Sansas Tante Lysa bequem gemacht und schmiedet weiter irgendwelche Pläne, die ihn irgendwann auf den eisernen Thron bringen sollen. Andererseits: Bei aller Durchtriebenheit hatte Littlefinger immer eine Schwäche für das Leid von Stark-Frauen und -Fräuleins. Wie er es wohl findet, was Sansa im Hause Bolton passiert ist?

Wie es weitergeht:

Bran Stark wartet besonders sehnsüchtig auf die nächste Episode. Immerhin hat er gerade erfahren, dass sein ehrbarer Papa ihn in mindestens einer Angelegenheit jahrelang belogen hat und musste das Visions-TV genau dann abschalten, als es spannend wurde. Aber auch Daenerys kann es sicher kaum erwarten, von den Hinterwäldlern wieder in die sklaventreibende Zivilisation entlassen zu werden. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass in der Hauptstadt King's Landing der Zwist der Clegane-Brüder ("The Hound" und "The Mountain") doch noch zum von vielen Fans gewünschten Ende kommen könnte.