Eurovision Song Contest:Sonntag, 8. Mai

Lesezeit: 6 min

Neben den ESC packt Düsseldorf schnell noch einen Marathon, eine Großmesse und eine Frühlingskirmes. Nur dass niemand auf die Idee kommt, im düsseligen Dorf sei sonst nix los. Los ist auf jeden Fall Lena, die in der Arena zum zweiten Mal probt und wenigstens für diese Zeit weg von der Straße ist. Schüchterne Versuche, im Pressezentrum die magere Qualität der meisten ESC-Beiträge zu diskutieren, enden in der Regel mit der empörten Antwort, dass man aber nun mal so was von gar keine Ahnung habe.

Eurovision Song Contest - Alistair Birch

Hunderte Journalisten aus fast allen europäischen Ländern und der Welt, fachsimpelnde Kommentatoren und harte Nachfragen bei den Pressekonferenzen: Auf den ersten Blick könnte man den Grand Prix mit einem EU-Gipfel verwechseln. Alistair Birch, Radiojournalist aus Australien, berichtet aus Düsseldorf nach down under.

(Foto: dpa)

Hofft man dann wenigstens auf das Eingeständnis, dass zumindest der Blue-Titel "I Can" doch Komplettschrott ist, folgt als Replik eine Lobeshymne auf das Aussehen der Briten. Die von einem taz-Kolumnisten aufgestellte These, Lena habe den ESC "entschwult", kann dementsprechend nicht verifiziert werden. Über 2000 Medienvertreter haben sich akkreditiert. Gefühlte 90 Prozent der Berichterstatter sind Männer. Nach wie vor wirkt der ESC ein wenig wie der Kirchentag für die schwule Journalistengemeinde.

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