ESC-Halbfinale Russland und die Ukraine im Finale

Ernteten bei ihrem Auftritt laute Buhrufe des Publikums: Die russischen Tolmatschowa-Zwillingsschwestern.

(Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Im Halbfinale des Eurovision Song Contest in Kopenhagen sind neben der üblichen Glitzer-Atmosphäre dieses Mal auch die politischen Spannungen spürbar. Die russischen Tolmatschowa-Schwestern ernten laute Buhrufe des Publikums - sie werden in der Endrunde auch gegen die Ukraine antreten.

16 Länder waren auf der Bühne gegeneinander angetreten, nur zehn kamen in Kopenhagen beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest in die nächste Runde. Bislang haben es Island, Ungarn, Montenegro, Russland, Armenien, Aserbaidschan, die Ukraine, Schweden und die Niederlande in den Endausscheid geschafft. Auch San Marino wird vertreten sein - mit einem Song des Deutschen Komponisten Ralph Siegel.

Zehn weitere werden am Donnerstag feststehen. Hinzu kommen im Endausscheid am Samstag die Künstler aus Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Dänemark.

Der russische Beitrag wurde wegen der Ukraine-Krise gnadenlos ausgebuht. Der als Favorit geltende Sänger Aram MP3 aus Armenien hatte das Rennen um die ersten zehn Startplätze für das Finale am Samstag eröffnet. Auch die zu den Mitfavoriten zählende Sanna Nielsen aus Schweden musste bereits im ersten Halbfinale antreten - und hielt den Erwartungen stand.

Für das Finale gesetzt ist das deutsche Frauen-Trio Elaiza, das in den Wettbüros mit dem Lied "Is it right" allerdings bislang abgeschlagen ist. Im vergangenen Jahr gewann die Dänin Emmelie de Forest mit ihrem Lied "Only Teardrops" den Wettbewerb, weshalb ihr Heimatland nun Gastgeber des 59. Eurovision Song Contest ist.

Insgesamt bewerben sich 37 Länder um die europäische Gesangskrone. Am Donnerstag findet das zweite Halbfinale statt.