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Journalismus:"Bild" erhält Rundfunklizenz

Medienkonzern Axel-Springer

Die Axel-Springer-Tochtergesellschaft Bild GmbH hatte Ende Januar 2020 eine Genehmigung für die Lizenz beantragt.

(Foto: dpa)

Die Axel-Springer-Tochter hatte sie nach einem Urteil vom vorigen September beantragt, das Bild Digital Live TV als Rundfunk einstufte.

Von Luise Checchin

Das lineare Streaming-Angebot der Bild-Zeitung, "BILD Digital Live TV", ist von der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) genehmigt worden. Wie die ZAK am Donnerstag mitteilte, müsse die unbefristete Zulassung allerdings noch von der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich geprüft werden. Die Axel-Springer-Tochtergesellschaft BILD GmbH hatte die Genehmigung Ende Januar 2020 bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) beantragt.

Demnach soll das geplante Programm "mehrere lineare Sendeformate umfassen, die sich von der Live-Berichterstattung über Ereignisse sowie kommentierende Sendungen und Talk-Formate bis hin zur Berichterstattung über Sportereignisse erstrecken werden". Der Antrag galt laut MABB sowohl für aktuell verbreitete Live-Video-Formate wie "Bild live" und "Die richtigen Fragen" als auch für neu hinzukommende Angebote. Die Video-Formate sollen auf Bild.de, in den Bild-Apps sowie auf weiteren Plattformen wie Facebook und Youtube veröffentlicht werden. Zu der Frage, wie die neu geschaffenen Angebote aussehen werden, wollte sich der Springer-Verlag gegenüber der SZ am Donnerstag nicht äußern.

Die Einführung von "BILD Digital Live TV" hatte in der Vergangenheit zu Rechtsstreitigkeiten zwischen Bild und der MABB geführt. Im September 2019 entschied das Verwaltungsgerichts Berlin, dass es sich bei dem Angebot um zulassungspflichtigen Rundfunk handelt. Darunter versteht man in der Regel ein live verbreitetes, journalistisch-redaktionell geprägtes Programm, das sich an mehr als 500 gleichzeitige Zuschauer richtet.

© SZ.de/luch/dpa
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