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ARD:Jan Hofer bricht "Tagesthemen"-Moderation ab

"Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer

ARD-Nachrichtensprecher Jan Hofer im Studio (Archivbild von 2013).

(Foto: NDR/Holde Schneider)

Den ersten Nachrichtenblock hatte der 66-Jährige noch gesprochen. Dann musste er "aus gesundheitlichen Gründen" an Caren Miosga übergeben. Am Tag darauf gibt Hofer Entwarnung.

Nachrichtensprecher Jan Hofer hat am Donnerstagabend aus gesundheitlichen Gründen seine Moderation der ARD-Tagesthemen abbrechen müssen. Den ersten Nachrichtenblock hatte der 66-Jährige noch gesprochen - da klang seine Stimme bereits etwas brüchig. Dann sprang seine Kollegin Caren Miosga für ihn ein: "Es ging ihm gerade nicht gut, deswegen werde ich das jetzt übernehmen", erkärte sie.

Auf Twitter waren Verwunderung und Sorge der Nutzer groß, viele Zuschauer der Sendung fragten nach Hofers Gesundheitszustand. Deren Social-Media-Team bedankte sich für die Genesungswünsche und schrieb: "Jan Hofer lässt sich erstmal untersuchen."

Am Freitagmorgen gab Hofer dann selbst Entwarnung:

Hofer studierte Betriebswirtschaftslehre in Köln, bevor er hauptberuflich in den Journalismus ging. Er ist den Zuschauern seit 30 Jahren ein vertrauter Anblick am Abend: Seit 1986 ist er im Moderatorenteam der Tagesschau, seit 2004 ist er Chefsprecher der prestigeträchtigsten deutschen Nachrichtensendung im Fernsehen. Nebenher moderierte Hofer weiterhin Unterhaltungsformate wie Spendengalas oder die "Wahl der Deutschen Weinkönigin" - für ihn selbst kein Widerspruch.

Die Frankfurter Rundschau schrieb einmal über Hofer: Das sei vielleicht "das Außergewöhnliche an ihm: er könnte jederzeit auch noch einen Fernsehkoch, eine Kummerkastentante und einen Privatdetektiv im Fernsehen mimen, ohne dass das dem Image der Tagesschau schaden würde".

Hofer ist einmal geschieden, aus dieser Beziehung hat er drei Kinder. Mit seiner aktuellen Lebenspartnerin bekam er im vergangenen Jahr noch einen Sohn. Der Bild-Zeitung sagte er über seine späte Vaterschaft: "Es fühlt sich sensationell an, das hält mich jung."

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