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Zigaretten im Film:Protest gegen Avatar

Rauchen im Jahr 2154 - da hört bei Nichtrauchern der Spaß auf. Mit Anzeigen hat eine amerikanische Initiative gegen die rauchende Sigourney Weaver im Film "Avatar" protestiert.

Auch wenn er an den Kinokassen für Rekordeinnahmen sorgt, bläst dem Hollywood-Film "Avatar" jetzt ein kalter Wind ins Gesicht. Eine amerikanische "Initiative für rauchfreie Filme" hat am Dienstag mit ganzseitigen Anzeigen dagegen protestiert, dass in dem Film Schauspielerin Sigourney Weaver zur Zigarette greift. "Rauchen in für Kinder freigegebenen Filmen - jetzt auch in 3-D", heißt es in den Annoncen, die der Initiative zufolge in den Branchenblättern The Hollywood Reporter und Variety veröffentlich wurden.

Der 3-D-Film Avatar ist ein Erfolg an den Kinokassen. Doch nun gibt es Kritik.

(Foto: Foto: AP)

Der Film dürfe nicht schon für 13-Jährige zugelassen werden, sondern müsse ein "R-Rating" als Film für Erwachsene bekommen. "Seit 40 Jahren sind in Amerika Werbefilme für Tabak verboten", heißt es in der Anzeige. "Aber für jeweils 100 Millionen Dollar, die Avatar einspielt, bekommt das Publikum 40 Millionen Mal Tabakkonsum zu sehen. Das entspricht Gratiswerbung in Höhe von 50 Millionen Dollar für die Tabakindustrie", erklärt die Initiative.

Besonders bedenklich sei, dass mit Weaver als Dr. Grace Augustine eine positive Figur zur Zigarette greife.

Die Initiative wirft Regisseur James Cameron vor, schon mit seinem Hit "Titanic" vor zwölf Jahren Werbung für Zigaretten gemacht zu haben. "Eine junge Frau erklärt ihre Unabhängigkeit, indem sie eine Zigarette annimmt - ein Anachronismus im Jahr 1912. Bei 'Avatar' wird im Jahr 2154 geraucht, von einer reifen Wissenschaftlerin."

Und das, obwohl "Avatar - Aufbruch nach Pandora" 30 Millionen Dollar staatliche Fördergelder kassiert habe. "Das Publikum muss nicht nur dreidimensional Zigarettenwerbung ertragen, es muss auch noch mit Steuergeldern dafür zahlen."