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Tourismus - Erfurt:Bauhausjahr lockt mehr Touristen nach Thüringen

Erfurt (dpa/th) - Das Bauhausjahr hat der Thüringer Tourismusbranche neuen Aufwind verschafft. In der ersten Jahreshälfte verzeichneten die Beherbergungsbetriebe im Freistaat insgesamt 4,7 Millionen Übernachtungen und damit 3,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Wie das Statistische Landesamt am Dienstag weiter mitteilte, stieg die Zahl der Gäste im selben Zeitraum um 3,1 Prozent auf 1,8 Millionen. Die Besucher blieben im Schnitt 2,5 Tage in Thüringen. Das entspricht dem Vorjahresniveau.

Die Zahl der von ausländischen Touristen gebuchten Übernachtungen lag mit einem Plus von 4,5 Prozent deutlich über dem Wert des ersten Halbjahrs 2018. Insgesamt besuchten etwa 116 000 Touristen aus dem Ausland von Januar bis Juni Thüringen und damit geringfügig mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit kamen 6,3 Prozent aller Gäste aus dem Ausland.

Besonders die Städte Eisenach, Jena und Weimar sowie das Saaleland, der Thüringer Wald und das Vogtland erwiesen sich als Touristenmagneten. Hingegen hatten die Thüringer Rhön, der Südharz und die Kyffhäuserregion weniger Übernachtungen und Gästeankünfte zu verbuchen.

Der Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass die Tourismusbranche damit das Rekordergebnis des Reformationsjubiläums im Jahr 2017 noch übertreffen kann. Damals wurden 9,93 Millionen Übernachtungen gebucht und es kamen 3,87 Besucher nach Thüringen. Bei gleichbleibender Entwicklung bis Jahresende könne Thüringen erstmals die Marke von zehn Millionen Übernachtungen erreichen, erklärte Tiefensee.

Die Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH, Bärbel Grönegres, sieht mit dem Bauhaus und der verstärkten Werbung für das Jubiläumsjahr einen langfristigen Imagegewinn für Thüringen.

Weimar als Wiege der Bauhaus-Bewegung sei 2019 Hauptattraktion für in- und ausländische Touristen. Das erst im April eröffnete Bauhaus-Museum in der Klassikerstadt habe bis Ende August bereits mehr als 160 000 Besucher angelockt, erklärte Grönegres. Aber auch Jena, Erfurt, Gera oder Probstzella hätten sich erfolgreich als Bauhausorte mit überraschender Architekturgeschichte präsentieren können.