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Tiere - Wiesbaden:Behörden erteilen mehr als 600 Lizenzen für Hundeausbilder

Wiesbaden (dpa/lhe) - Mehr als 600 Hundetrainer in Hessen haben in den vergangenen Jahren die Erlaubnis zum Ausbilden der Tiere bekommen. Einige von ihnen mussten zuvor ein Fachgespräch führen und dabei ihre Kenntnisse unter Beweis stellen. Das geht aus einer Antwort von Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Landtagsabgeordneten Wiebke Knell hervor.

Wer gewerbsmäßig Hunde ausbildet, braucht dafür seit August 2014 eine Erlaubnis der Veterinärbehörden. Diese sei seitdem etwa 619 Mal ausgestellt worden. "Da Hundeausbilder keine geschützte Berufsbezeichnung ist, sichert die Regelung einen fachlichen Mindeststandard und trägt damit maßgeblich zum tiergerechten Umgang mit Hunden bei", teilte die Ministerin weiter mit.

Die Behörden geben demnach grünes Licht, wenn die angehenden Hundetrainer das nötige Fachwissen vorweisen können. Auf die Fachgespräche kann verzichtet werden, wenn die Bewerber beispielsweise eine tierärztliche Ausbildung oder ein Weiterbildungs-Zertifikat der Tierärztekammern nachweisen können. An den Gesprächen nehmen in den meisten Fällen externe Sachverständige teil. Die angehenden Tiertrainer müssen dafür laut Ministerium zwischen 150 und 550 Euro zahlen.

An der Praxis, häufig auf kostspielige externe Experten zu setzen, gibt es Knell zufolge Kritik seitens der professionellen Trainer. Julia Dittmers, die Vorsitzende des Berufsverbands zertifizierter Hundetrainer, kritisiert insbesondere, dass es kein einheitliches Vorgehen der Veterinärbehörden bei der Erlaubniserteilung gebe.