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Tiere - Rostock:Mehrere Bauprojekte im Rostocker Zoo

Deutschland
Der Eingangsbereich des Rostocker Zoos ist zu sehen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archiv (Foto: dpa)

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Rostock (dpa/mv) - Im Rostocker Zoo wird dieses Jahr kräftig gebaut. Es gebe einige kleinere Projekte, die noch 2020 abgeschlossen werden sollen, und ein größeres Projekt, sagte Zoodirektor Udo Nagel am Montag. Dafür werde mit rund 350 000 Euro Baukosten auch etwas mehr Geld als in den Vorjahren investiert. Neben dem Krokodilhaus entstehe zurzeit eine Voliere, die ab dem Frühjahr rund 35 Vögeln Platz bieten soll. Zudem werde bis zum Sommer die Luchsanlage erweitert. Hinzu kämen Arbeiten an der Außenanlage der Menschenaffen, neue Holzhütten für den Wikingerspielplatz und ein großes Eichhörnchennest, in das Kinder klettern können.

Als größtes Projekt bereitet der Zoo Rostock derzeit den Neubau einer Robbenanlage für fast sieben Millionen Euro vor, informierte Projektleiter Robert Maaß am Montag: "Diese Anlage mit einer Größe von 2500 Quadratmetern und einem großen Ausstellungsbereich und einer überdachten Besuchertribüne wird die vorhandene Robbenanlage im Westteil des Zoos ersetzen." Sollten die Planungen und Ausschreibungen dieses Jahr erfolgreich sein, könne der Bau Anfang 2021 beginnen. Im Rahmen dieser Maßnahme müssten die Seehunde und Seebären voraussichtlich im letzten Quartal des Jahres den Zoo verlassen.

2019 kamen nach Aussagen von Zoodirektor Udo Nagel mehr als 652 000 Besucher in den Rostocker Zoo. Für die ganzjährige Attraktivität des Tierparks hätten vor allem das Darwineum und das Polarium gesorgt. Im Laufe des Jahres werde der Zoo einen Masterplan vorlegen, der die strategische Ausrichtung über einen Zeitraum von 20 Jahren definiere, erklärte Nagel: "Er soll kreativ, innovativ, wirtschaftlich, nachhaltig, sozial und serviceorientiert aufgestellt sein. Dazu gehören nicht nur neue Ideen für Tiere, Haltungsbedingungen und Großprojekte, sondern auch für zukunftsweisendes Arbeiten und Wirtschaften."

Aktuell wird im Rostocker Zoo gleich dreifacher Nachwuchs bei den Menschenaffen erwartet, einmal bei den Orang-Utans und zweimal bei den Gorillas. Nach Angaben der Zookuratorin Antje Angeli ist noch im Februar die erste Geburt möglich.

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