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Polizeigewalt:Die USA, ein Jagdrevier

A man protesting the shooting death of Alton Sterling is detained by law enforcement near the headquarters of the Baton Rouge Police Department in Baton Rouge, Louisiana

Ein Demonstrant in Baton Rouge wird festgenommen.

(Foto: Jonathan Bachman/Reuters)

Weiß gegen Schwarz, und umgekehrt. Ist ganz Amerika nach den jüngsten Fällen von Polizeigewalt in Aufruhr? Ja und nein. Sicher ist: Jeder kann jetzt beim Töten live dabei sein.

Der Strand Bookstore ist die ideale Stelle. Dort, Broadway, Ecke 12. Straße, hat man sie endlich ganz von vorn. Auf Höhe Astor Place war es eben noch zum Stau gekommen. Der Autoverkehr musste erst durchgewunken werden. Das war die Gelegenheit, auf der anderen Straßenseite vorbeizuziehen. Dann hatte die Polizei den Weg wieder freigegeben, und jetzt kommen sie da mit noch mal extra aufgestautem Druck den Broadway hochgeschossen. Sie kommen ihn nicht hochdemonstriert, sie kommen ihn auch nicht hochmarschiert, sie kommen ihn wirklich hochgerannt. Die Fäuste fliegen voran. Immer die rechten. Und der Arm ist dabei nicht etwa abgewinkelt nach altdeutscher Kommunistenart, der Arm fliegt als gerader Schweif der in die Welt geboxten Faust hinterher. Wie bei Superman. Der Comicfigur. Und wie beim Black Panther natürlich. Nicht der Comicfigur. Sondern der militanten Gruppe aus den Siebzigern.

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