Küchentrends der Eat & Style Lachshäppchen und Speed Cooking

Die Besucher der Messe Eat & Style verkosten nicht nur Käsewürfel und Wein aus Plastikbechern. Nebenbei bekommen sie auch die neuen Food-Trends serviert.

Von Kathrin Hollmer

Eine elegante Schürze umgebunden, den Topflappen griffbereit und als Accessoire ein schickes Profimesser: Der passionierte Genießer von heute nennt sich Foodie und hat seinen ganz eigenen Dresscode entwickelt. Die ganze Foodie-Gemeinschaft versammelt sich von Oktober an wieder auf dem Genuss-Event Eat & Style. Auf Tour durch Deutschland macht die Messereihe Halt in München, Nürnberg, Köln und Stuttgart.

Auf die Messebesucher der Eat & Style warten nicht nur Häppchen und Weinverkostungen, sondern auch Kochaktionen wie Speed Cooking und Wintergrillen.

(Foto: ddp)

Bereits im dritten Jahr pilgern Hobby-Köche und solche, die es werden wollen, zu den Messe-Events und verkosten Lachs- und Käsehäppchen und schlürfen Wein aus kleinen Plastikbechern. Plastik? Ja, wenn der Wein umsonst ist, muss er auch nicht unbedingt stilvoll serviert werden.

Ein bisschen genauer nehmen es die Stargäste der jährlichen Kochsause. Die luxemburgische Sterneköchin Léa Linster, Küchenschlacht-Moderator Alexander Herrmann und die Kochrebellen Stefan Marquard und Tim Mälzer lassen sich beim Braten und Garnieren auf die Finger schauen und erklären, wie die Kruste bei der Entenbrust knusprig wird und das Schoko-Soufflé standhaft bleibt.

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Neben solchen Basics werden aber auch maßgebliche Trends für die Koch-Branche vorgestellt. In Köln widmet sich ein Messebereich nur dem Thema Männer am Herd. Hier werden Rib-Eye-Steaks gegrillt, Fleisch und Fisch selbst geräuchtert. An einem Stand wird gegrillt - jedoch auf eine ganz neue Art und Weise. Das Barbecue hat nämlich nicht mehr nur im Sommer Saison. Der neue Trend heißt Wintergrillen. Da versammeln sich die Esser warm eingepackt um den Grill und genießen das Gegrillte in der Kälte. Oder gehen mit ihren Steaks und Würstchen einfach ins Haus und verspeisen sie dort.

Speed-Cooking

Die Zeiten, in denen der Gastgeber stundenlang mit seinen Gästen Karotten und Tomaten schnippelt, sie dann genüsslich blanchiert und den Akt des Essens ganz im Sinne von "Slow Food" möglichst lang hinauszögert, sind vorbei. Wir haben gemerkt: Dafür ist einfach keine Zeit.

Die direkte Antwort auf die langsame Food-Bewegung lautet Speed Cooking und funktioniert im Prinzip wie Speed Dating: Jeweils zehn Minuten verbringen die Teilnehmer an einem Herd, erledigen unter der Hilfe von Kochprofis ein paar Handgriffe für das Gericht, das dort gerade vor sich hinbrutzelt, und wechseln dann zum nächsten Stand. Der neue Kochtrend eignet sich nicht nur, um Tricks in der Küche zu lernen, sondern vor allem, um Leute kennen zu lernen. Wenn das keine reizvolle Alternative zur herkömmlichen Partnervermittlung ist.

Wer das immer noch zu normal findet, kann sich in München bei der Show des deutsch-dänischen Kochs Thorsten Schmidt berauschen lassen. Was er mit den Zutaten vorhat, war noch nicht klar, auf seiner Einkaufsliste stehen jedenfalls eine Handvoll Heu, Taubennester und zwei Liter frisches Meerwasser aus dem Limfjord. Na dann, guten Appetit - oder besser: viel Glück!

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