Isabel Allende im Interview "Als meine Tochter starb, lernte ich, loszulassen"

Isabel Allende wurde 1942 in Lima/Peru geboren und lebt heute in der Nähe von San Francisco. Nach eigenen Angaben hat sie 70 Millionen Bücher verkauft.

(Foto: AFP)

Familie ist die stärkste Verbindung, die Menschen haben - im Guten wie im Schlechten. Die Schriftstellerin Isabel Allende über das Leben als Frau, als Mutter und als erwachsenes Kind.

Interview von Julia Rothhaas

SZ: Frau Allende, Sie mussten mit Anfang dreißig aus Ihrer Heimat Chile nach Venezuela flüchten. Später starben Ihre Tochter Paula mit 28 an einer erbbedingten Stoffwechselkrankheit und zwei Ihrer Stiefkinder an einer Überdosis. Haben Sie sich je gefragt: Warum passiert mir das alles?

Isabel Allende: Nein. Warum sollte ich auch so privilegiert sein, dass nur meiner Familie nichts zustößt?

Manche Menschen fühlen sich nach Schicksalsschlägen vom Leben bestraft.

Ein Kind zu verlieren, ist der älteste Schmerz der Welt. ...

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