Gesunde Ernährung Finger weg vom Salz!

Das Salz in der Suppe darf nicht fehlen, aber Studien belegen erneut: Weniger ist mehr. Die Zahl der Todesfälle könnte damit um Tausende sinken.

Ohne Salz schmeckt jedes Essen fad, aber das wichtige Lebensmittel ist mit Vorsicht zu genießen. Wie US-Forscher im New England Journal of Medicine berichten, könnte etwas weniger Salz im Essen jedes Jahr tausenden Menschen das Leben retten.

Eine Studie beweist: Gerade junge Männer greifen übermäßig zum Salzstreuer.

(Foto: Foto: ddp)

In den USA, deren Bürger besonders salzig essen, würde eine drei Gramm niedrigere Tagesration 44.000 bis 92.000 Todesfälle pro Jahr vermeiden, schreiben Kirsten Bibbins-Domingo und ihre Kollegen von der Universität von Kalifornien in San Francisco.

Die Mediziner rechnen mit 60.000 bis 120.000 weniger neuen Fällen chronischer Herzkrankheiten, 54.000 bis 99.000 weniger akuten Herzinfarkten und 32.000 bis 66.000 weniger Schlaganfällen im Jahr. Dem US-Gesundheitssystem blieben jährlich zehn bis 24 Milliarden Dollar (sieben bis 17 Milliarden Euro) Ausgaben erspart.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, nicht mehr als sechs Gramm Salz am Tag zu konsumieren. Zu viel Salz findet sich vor allem in Fertigprodukten und Fast Food.

Hoher Salzkonsum könne den Blutdruck erhöhen und Erkrankungen am Herz oder an den Nieren bewirken, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Als adäquate Salzzufuhr empfehlen die Experten 3,8 Gramm pro Tag.

Laut einer weiteren Studie der Universität Göteborg sei insbesondere der Salzkonsum bei jungen Männern Besorgnis erregend. Junge Schweden konsumieren mindestens doppelt so viel Salz wie die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Menge von sechs Gramm pro Tag.

Dies zeigen Urinanalysen von 100 Männern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. "Es ist alarmierend, dass schwedische Männer so viel Salz konsumieren, und dagegen muss etwas unternommen werden", sagt die Ernährungsmedizinerin Lena Hulthen. Sie fordert klare Regulierungen für die Lebensmittelhersteller nach finnischem Beispiel. Dort muss der Salzgehalt eines Produkts auf der Verpackung vermerkt sein.

Die entscheidende Prise

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