bedeckt München 20°

Familie:Vom Glück, Tante zu sein

Ich stelle fest: Das Kind in mir mag ich ziemlich gerne.

(Foto: Nina Himmer)

Im ersten Lockdown fuhr unsere Autorin zu ihrer Schwester und deren Familie aufs Land. Eigentlich nur für ein paar Wochen, doch dann blieb sie. Die Geschichte einer wunderbaren Zweckgemeinschaft.

Von Nina Himmer

"Tante Nina ist da!" Mit dieser euphorisch herausgebrüllten Begrüßung meiner neunjährigen Nichte Marie beginnt vor einem knappen Jahr mein Leben als Tante. Sofort weiß nicht nur meine Schwester, sondern auch die gesamte Nachbarschaft über meine nicht ganz regelkonforme Stadtflucht Bescheid. Der erste Lockdown ist damals gerade drei Wochen alt. Genug Zeit, um mich aus meiner Wohnung in München zu vertreiben. Home-Office, Kontaktverbot, nichts mehr zu erleben, nichts mehr zu verpassen und irgendwann einfach kein Grund mehr, zu bleiben. Ich fahre heim. Normalerweise verbringe ich Heimatbesuche bei meinen Eltern, doch die gehören zur Risikogruppe. Also fahre ich zu Katrin, meiner großen Schwester.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
High angle view of mother using laptop at table while father sitting with children in living room , model released, prop
Gesellschaft
Das Modell Kleinfamilie hat versagt
Aktien Börsen Anlage
MSCI World
Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen
E-Bike
Das Wunderrad
actout
Initiative #actout
"Wir sind schon da"
Virus-stricken Dutch cruise ship expected to reach Florida's coasts after stand-off over permission to dock
USA
Wie das Coronavirus Amerika infizierte
Zur SZ-Startseite