Weibliche Hauptfigur im neuen Film "Star Wars": Rätsel um Rey

Als würde Lara Croft plötzlich im Weltraum kämpfen: So sieht sie aus, die neue "Star Wars"-Heldin Rey.

(Foto: AP)
  • Die Produzentin von "Star Wars: The Force Awakens" hat verraten: Der neue Charakter Rey ist für den Plot "extrem wichtig".
  • Fans spekulieren schon länger, dass es sich bei der weiblichen Hauptfigur um eine Tochter von Luke Skywalker oder Prinzessin Leia handeln könnte.
  • Seit Kurzem gibt es erstmals auch eine schwule Hauptfigur im "Star Wars"-Universum: den Imperiums-Abtrünnigen Sinjir Rath Velus.

Wie Prinzessin Leia sieht Rey nicht aus, so viel verraten die ersten Promo-Fotos. Statt Zopfschnecken trägt der neue weibliche "Star Wars"-Charakter einen hohen Pferdeschwanz und erinnert damit eher an Tomb Raider-Amazone Lara Croft. Und die Ähnlichkeiten sind nicht nur optischer Natur, wie Kathleen Kennedy jetzt verraten hat, die Produzentin von "Star Wars: The Force Awakens". Rey sei "extrem wichtig" für den Plot des neuen Films, der im Dezember in die Kinos kommt, sagte sie dem Guardian am Rande des Fortune Most Powerful Women Summit in Washington.

Mehr wollte Kennedy nicht offenbaren. "Ich will die Geschichte nicht ruinieren." Die Fans des Science-Fiction-Epos dürfte das nicht stören, sondern sie nur in ihren Spekulationen bestätigen. In Fan-Foren wird seit Monaten gemutmaßt, dass Rey ein Spross der Skywalker-Familie sein muss. Weil "The Force Awakens", in der deutschen Übersetzung: "Das Erwachen der Macht", nicht wie die zuletzt veröffentlichte Trilogie mit Natalie Portman als Prequel angelegt ist, sondern die Ereignisse 30 Jahre nach "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" (1983) erzählt, sehnen die Anhänger die Familien-Sensation herbei: Ist Rey womöglich die Tochter von Luke Skywalker oder Prinzessin Leia?

Fest steht bisher nur: Gespielt wird die neue Heldin von der noch relativ unbekannten jungen Britin Daisy Ridley. Die 23-Jährige hatte bisher unter anderem Gastauftritte in der britischen Serie Mr Selfridge.

"Star Wars" erstmals mit einer schwulen Hauptfigur

Bei allem Hype ist die Entscheidung für eine neue weibliche Protagonistin natürlich auch eine geschäftsmäßige. "Star Wars" habe viele weibliche Fans, sagte Produzentin Kennedy, eine T-Shirt-Edition für Mädchen sei "unglaublich gut" gelaufen.

Seit einiger Zeit ist außerdem klar, dass es im "Star Wars"-Universum eine schwule Figur gibt. Sinjir Rath Velus kämpfte erst auf der Seite des Imperiums, bevor er die Seiten wechselte und nun die Rebellen unterstützt, die auch nach dem Sieg gegen den Imperator und Darth Vader noch gebraucht werden. Zwar gab es auch früher schon homosexuelle Charaktere, zum Beispiel die lesbische Imperiums-Offizierin Moff Delian Mors (in "Lords of the Sith" von Paul S. Kempe) - aber Sinjir ist der erste zentrale schwule Charakter.

Chuck Wendig, Autor des jüngst erschienen Romans "Star Wars: Aftermath", deutet darin Sinjirs Sexualität zunächst nur an. Als eine Frau mit ihm flirtet, antwortet dieser: "Ehrlich gesagt, nein, ich bin nicht interessiert." Wendig sagte im Interview mit Entertainment Weekly: "Ich glaube nicht, dass seine Sexualität ein riesiger Faktor in der Geschichte sein muss, aber gleichzeitig ist es ein Teil dessen, was ihn als Mensch ausmacht, und ich dachte, dass es ein interessanter Moment ist. Insbesondere, weil man das nicht oft hat - nicht nur in 'Star Wars', sondern generell in der Science Fiction."

Der Weg auf die Leinwand ist weit

Dass Sinjir allerdings den Weg auf die Leinwand finden wird, ist eher unwahrscheinlich: Längst nicht jeder "Star Wars"-Roman wurde verfilmt. Seit der Übernahme von Lucasfilm durch Disney gehören offiziell sogar nur die bisherigen sechs Filme und zwei Animationsserien zum "Star Wars"-Kanon. "The Force Awakens" hat überhaupt keine Buchvorlage.

Den Fans dürfte vor allem wichtig sein, dass es irgendwie weitergeht mit den galaktischen Abenteuern. Denn wie schreibt eine Reinkarnation von Darth Vader auf Twitter: