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Proteste in Belarus:"Die Situation wird immer schlimmer"

Viktor Martinowitsch, nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der Buchbesprechung

Hat anders als viele Kolleginnen und Kollegen das Land noch nicht verlassen: Schriftsteller Viktor Martinowitsch.

(Foto: Kasia Syramalot/Kasia Syramalot)

Der Buchtitel des belarussischen Schriftstellers Viktor Martinowitsch klingt wie eine Prophezeiung: "Revolution". Nun wurde sein Verleger festgenommen, 600 Exemplare des Buches beschlagnahmt. Ein Gespräch über Widerstand und dunkle Vorahnungen.

Interview von Francesca Polistina

Am Mittwoch hat die belarussische Polizei den Direktor des unabhängigen Verlags Knihazbor festgenommen und alle Exemplare von Viktor Martinowitschs jüngstem Roman "Revolution" aus dem Lager beschlagnahmt. "Zur Überprüfung", wie Martinowitsch am Telefon erklärt. Weil es das einzige Buch war, das die Polizei interessiert hat, fürchtet der Schriftsteller, die Festnahme habe mit seinem Roman zu tun. Der Verleger sei am späten Abend wieder freigelassen worden, die Angst aber bleibt. "Revolution" - ein Titel, der wie eine Prophezeiung klingt - erscheint auf Deutsch am Montag beim Verlag Voland & Quist.

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