Vorwürfe gegen Ulrich Seidl:"Nie haben wir Grenzen überschritten"

Vorwürfe gegen Ulrich Seidl: Regisseur Ulrich Seidl.

Regisseur Ulrich Seidl.

(Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Der Regisseur Ulrich Seidl widerspricht einem Bericht, er habe minderjährige Laiendarsteller in Rumänien fahrlässig behandelt.

Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl ("Hundstage", "Paradies: Liebe") hat Vorwürfe gegen ihn zum Umgang mit minderjährigen Laiendarstellern zurückgewiesen. "Ich habe größten Respekt vor allen Darsteller*innen, und niemals würde ich Entscheidungen treffen, die ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden in irgendeiner Art und Weise gefährden", zitiert die österreichische Nachrichtenagentur APA den 69-jährigen Filmemacher. "Nie haben wir beim Dreh die Grenzen des ethisch und moralisch Gebotenen überschritten."

Zuvor hatte der Spiegel berichtet, beim Dreh des Films "Sparta" in Rumänien seien vor Jahren Kinder ohne ausreichende Vorbereitung und Betreuung mit Szenen rund um Alkoholismus, Gewalt und Nacktheit konfrontiert worden. Außerdem sollen Regeln zur Arbeit mit Kindern nicht eingehalten worden sein. Die Vorwürfe vonseiten der Darsteller und der Eltern wurden anonym vorgebracht. Seidls Anwalt wies die Vorwürfe gegenüber dem Spiegel zurück.

"Sparta" entstand den Angaben zufolge zwischen 2018 und 2019. Der Film über einen Mann mit pädophilen Neigungen soll am 9. September auf dem Festival im kanadischen Toronto gezeigt werden. Laut APA sagte Seidl weiter, die berichteten Vorkommnisse seien aus dem Kontext gerissen. Seine Arbeitsweise werde damit "diffamiert und mir Intentionen unterstellt, die weiter weg von der Wirklichkeit gar nicht sein könnten".

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