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Theater - Dresden:Premiere für eine ungewöhnliche Liaison: Museum auf Bühne

Dresden (dpa/sn) - Drei Direktoren, eine Kuratorin, ein Restaurator und eine Forscherin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) machen Theater. Mit der Inszenierung "Auf der Suche nach dem unschätzbaren Wert der Dinge" hat die Kooperation der SKD mit dem Dresdner tjg.theater junge generation am (heutigen) Samstag (15.00 Uhr) auf dessen Studiobühne Premiere. Dabei ergründen drei Schauspieler zusammen mit den Zuschauern ab acht Jahren, wann aus einem Ding ein wertvolles Objekt wird und wann es ins Museum gehört.

Die Experten, die das Wissen über die Dinge und deren Geschichten hüten, helfen, deren Wert zu bestimmten und unscheinbare Gegenstände zu Schätzen zu erklären. Dafür gehen in verschiedener Besetzung auch die Chefs des Münzkabinetts, der Porzellansammlung und des Grassi auf die Bühne. In den kommenden zwei Wochen sind weitere 15 Vorstellungen geplant.

Schon die aktuelle Spielzeit des städtischen Kinder- und Jugendtheaters im Dresdner Kulturkraftwerk fand in einem Ausstellungsgebäude der Kunstsammlungen statt. Bei der ersten Kinderbiennale hatte die begehbare Rauminstallation "Eine Spinne wird nicht wütend" von Grit Dora von Zeschau zur Welt der Künstlerin Louise Bourgeois (1911-2010) Premiere. Die aus Paris stammende Bildhauerin wurde als über 60-Jährige mit ihren Metallspinnen berühmt, die vor und in einigen der wichtigsten Museen der Welt stehen.