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Plattenkabinett:MGMT - "MGMT"

Lysergsäurediethylamid, das: Halluzinogen, ohne das die neue MGMT-Platte nur schwer zu genießen ist. Die New Yorker Hipster Andrew Van Wyngarden und Ben Goldwasser machen mit ihrem selbstbetitelten dritten Album "MGMT" in etwa dort weiter, wo sie mit dem Vorgänger "Congratulations" aufgehört haben. Sie bewegen sich in einem psychedelischen Kosmos, der einem auch beim achtunddreißigsten Durchhören fremd bleibt, weil man einfach keinen Zugang zu ihm findet.

Das war schon immer so eine Sache mit MGMT. Das Duo spricht mit großer Zuverlässigkeit den Kopf an, aber nur selten das Herz. Das gilt vielleicht nicht für die ersten fünf Songs ihres Debüt-Albums "Oracular Spectacular" (darunter die Indie-Hits "Time To Pretend", "Electric Feel" und "Kids"), aber für alle anderen. Wie seltsam bemüht das Projekt MGMT ist, lässt sich nun wieder an dem Titel eines neuen Stücks ablesen. Es heißt: "Cool Song Nr. 2".

Van Wyngarden und Goldwasser entführen auf dem neuen Album in einen üppigen Sounddschungel. Es blubbert überall, es zirpt, es fiept; an jeder Lichtung aber lauert auch ein fies verzerrter Bass, wummert ein mächtiger Beat. Eine Flöte versteckt sich irgendwo im Dickicht und da hinten, waren das Streicher? Von oben schwebt eine Stimme in die Szenerie und versucht, diese Welt zu erklären. Die schöne bunte Welt von zwei New Yorker Hipstern.

Wäre das Album ein Schauspieler, dann wäre es: Jim Carrey in Die Maske.

Wäre das Album eine Mahlzeit, dann wäre es: Ein Tintenfischsalat (wenn die Space Cookies grad aus sind).

Dieses Lied muss (dennoch) auf mein nächstes Mixtape drauf: "Introspection".

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