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Oscars 2020:Nora Fingscheidt soll den Auslands-Oscar holen

Regisseurin Nora Fingscheidt

Regisseurin Nora Fingscheidt mit dem silbernen Bären auf der Berlinale. Der Film "Systemsprenger" geht jetzt auch ins Oscar-Rennen.

(Foto: dpa)

Mit "Systemsprenger" geht die Regisseurin Nora Fingscheidt für Deutschland ins Oscar-Rennen. Der Film wurde bereits auf der Berlinale ausgezeichnet.

Die Regisseurin Nora Fingscheidt soll für Deutschland den Oscar in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" im Jahr 2020 holen. Ihr Film "Systemsprenger" wurde unter sieben Bewerbern als Kandidat ausgewählt. Dies gab German Films, die Auslandsvertretung des deutschen Films, am frühen Abend bekannt.

Ob der Film tatsächlich in die Endauswahl für die Oscars kommt, entscheidet sich in einem ersten Schritt im Dezember, im Januar 2020 folgt eine Shortlist: Fünf der ausländischen Bewerber-Filme werden dann offiziell für den Oscar in der Auslands-Kategorie nominiert.

Der Film, der von einem neunjährigen Mädchen handelt, das zwischen Pflegefamilien aufwächst, wurde bereits im Februar auf der Berlinale mit dem Alfred-Bauer-Preis ausgezeichnet. "Wir fühlen uns geehrt und sind dankbar, dass 'Systemsprenger' als deutscher Beitrag ins Oscar-Rennen geht", sagte Fingscheidt in einer ersten Reaktion. Der Film sei gerade auf einer weltweiten Festivalreise. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der Kraft und emotionalen Intensität des Films. Fingscheidt sei es gelungen, außergewöhnliche Talente um sich zu versammeln und in ihrer authentischen Story Wut, Trautigkeit und Hoffnung vereinen.

Auf der Bewerber-Liste für den deutschen Oscar-Kandidaten standen sieben Filme, darunter die Hape-Kerkeling-Biografie "Der Junge muss an die frische Luft" von Regisseurin Caroline Link sowie "Lara" von Jan-Ole Gerster.

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