Nach Tod der Sängerin Label-Chef zerstörte Winehouse-Demos

Früh gestorben: Amy Winehouse

(Foto: dpa)
  • Der Großbritannien-Chef des Major Labels Universal hat in einem Interview gesagt, er habe alle Demo-Aufnahmen der früh verstorbenen Soul-Sängerin Amy Winehouse zerstören lassen.
  • Damit habe er verhindern wollen, dass mit dem Tod der Sängerin Geld gemacht werde.

Große Musik-Labels sind nicht unbedingt für Pietät bekannt. Wenn ein bekannter Künstler stirbt, lässt sich mit posthumen Veröffentlichungen oftmals sehr viel Geld verdienen.

Jetzt lief es offenbar anders: David Joseph, Großbritannien-Chef des Major Labels Universal sagte jetzt in einem Interview mit dem US-Magazin Billboard, dass er alle Demo-Aufnahmen der Soul-Sängerin Amy Winehouse zerstören ließ, die 2011 auf tragische Weise ums Leben kam. Er habe damit sicherstellen wollen, dass niemand daraus Material mache, das veröffentlicht hätte werden können. "Es war eine moralische Sache", bekannte der Manager. "Es wird niemals passieren, dass jemand Fragmente der Songs verwendet - schließlich gibt es sie nun nicht mehr."

Der Label-Chef äußerte sich auch darüber, wie es zu dem frühen Tod von Winehouse habe kommen können: "Ich denke, sie war krank. Doch am schlimmsten waren die Menschen, die sie erst aufbauten und sie dann niedermachten. Ich hoffe, sie fühlten sich bestürzt, als sie die Todesnachricht erhielten".

Amy Winehouse starb vor knapp vier Jahren am 23. Juli 2011 in ihrem Haus im Londoner Stadtteil Camden an einer Alkoholvergiftung.