Lyriker Ivan Blatný:Der notorische Vergeiger

Lesezeit: 5 min

Czech Poet

Mit 29 Jahren zum ersten Mal vergessen, heute wieder lebendig: der Surrealist Ivan Blatný.

(Foto: A. Cook/Getty Images)

Als sich der tschechische Surrealist Ivan Blatný nach London absetzte, ließ ihn die Sowjetunion für tot erklären. Die Welt vergaß ihn. Jetzt erlebt der Dichter eine erstaunliche Renaissance.

Von Insa Wilke

Neulich erstand der russische Schriftsteller und Journalist Arkadi Babtschenko von den Toten auf. Man habe seine Ermordung in Kiew vortäuschen müssen, meldeten die ukrainischen Behörden, um ihn vor seinen zukünftigen Mördern aus Russland zu schützen. Einer der vielen problematischen Aspekte an dieser Finte: Das Spiel mit der behördlich fingierten Todesnachricht - unter umgekehrten Vorzeichen - hatte in der Sowjetunion durchaus Tradition. Man denke nur an die Geschichten aus dem Gulag und den Kerkern des NKWD, die für Angehörige erfunden wurden. Ein prominentes Beispiel sind die Lügengeschichten um den Verbleib und die Ermordung Isaak Babels, mit denen seine Familie getäuscht wurde.

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