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"König Arthur" am Theater Basel:Viertel-Oper auf Textbasis

Der Zauberer Merlin (Steffen Höld), ein weiser und wegen der Dummheit der Menschen auch ein wenig müder Clown, ist damit beschäftigt, für Ordnung beim Theater auf dem Theater zu sorgen. Regie führte Stephan Kimmig.

(Foto: Sandra Then)

Originalgetreu und doch ganz anders: Ewald Palmetshofer hat für das Theater Basel "König Arthur" neu gedichtet. Dazu gibt es die Musik von Henry Purcell in zarten, wohlgesetzten Dosen.

Von Egbert Tholl

Als im England der Restaurationszeit, also im 17. Jahrhundert, das Sprechtheater vom Verbot bedroht wurde, nahm die Musik es unter ihre Fittiche. Dafür erfand man auf der Insel eine neue Form der Oper, die halbe Oper, wahlweise "Semi-Opera" oder "Dramatik Opera" genannt, die zur einen Hälfte aus Schauspiel, zur anderen aus Oper besteht. Eines der langlebigsten Werke dieses Genres ist "King Arthur", wofür Henry Purcell die Musik komponierte und John Dryden den Text schrieb. Das Stück ist recht beliebt, gerade an Dreispartenhäusern, weil man in ihm Orchester, Schauspiel- und Sängerensemble zusammenbringen und dabei machen kann, was man will. Anders als bei einer "normalen" Oper gibt die Musik hier keine durchlaufende Struktur vor. Aber auf die Idee, "King Arthur" mit Drydens gesamtem Text aufzuführen, kam seit der Barockzeit wohl niemand mehr. Das tut nun das Theater Basel, allerdings nicht mit Dryden im Original, sondern in einer Neudichtung von Ewald Palmetshofer.

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