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"Klasse und Kampf": Geschichten zur sozialen Lage:Scham umverteilen

Autorinnen des Sammelbandes mit autobiografischen Texten über Armut in einer reichen Gesellschaft: Lucy Fricke (oben) und im Uhrzeigersinn: Christian Baron, einer der Herausgeber, Sharon Dodua Otoo und Schorsch Kamerun.

(Foto: dpa (2); imago (2))

Die Kluft zwischen den Gesellschaftsschichten wird größer, und wir diskutieren über "Klassismus". Aber was bedeutet es, in Deutschland arm zu sein? 14 Autorinnen und Autoren erzählen.

Von Alex Rühle

Zuschreibung. Gefährliche Sache. Man schreibt einem Menschen Eigenschaften zu. Indem man das aber tut, steigt die Gefahr, dass man ihn auch zuschreibt, so als würde man ihn mit einer Teerdecke überziehen, unter der er nicht mehr hervorkommt. Was soll denn der Christian bitte auf dem Gymnasium? Der ist doch der Sohn von dem gewalttätigen Trinker. Die Francis? Stammt aus einer bettelarmen Familie. O-Ton der Sachbearbeiterin im Jobcenter: "Du willst Abitur machen? Füll lieber den Vermittlungsbogen aus. Wir vermitteln dich sofort in einen Job."

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