bedeckt München 26°

Dirigent:Die Frau, die Karajans Karriere pushte

Herbert von Karajan mit seiner Ehefrau Anita Gutermann, 1949

Herbert von Karajan mit seiner Ehefrau Anita Gütermann

(Foto: Pressefoto Seeger)

Vor 30 Jahren starb der Dirigent Herbert von Karajan. Jetzt erst wird deutlich, dass er seine Karriere im Nationalsozialismus seiner zweiten Frau Anita Gütermann verdankt, einer "Vierteljüdin".

Von Oliver Rathkolb

Am 16. Juli 1989 starb Herbert von Karajan nach einem Herzinfarkt in seinem Haus in Anif bei Salzburg, während intensiver Proben für die Premiere von Giuseppe Verdis "Maskenball" bei den Salzburger Festspielen. An diesem Dienstag werden viele Medien an seinen 30. Todestag, sein Leben und an seine Karriere als Spitzendirigent und als außergewöhnlich erfolgreicher Musikunternehmer erinnern. Jene Frau hingegen, die ihm zuerst fast seine Karriere während des Nationalsozialismus gekostet hätte, ihm dann aber zu einem zweiten Karriereschub verhelfen konnte, von 1944 an sein Fortkommen gegen Kriegsende in Mailand fast im Alleingang arrangierte und dann seinen kometenhaften Erfolg bis 1955 mit beeinflusst hat, Anita Gütermann, wird unerwähnt bleiben.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Corona-Isolation: Kann man Kinder von Eltern trennen?
Familie und Corona-Verdacht
Lina (nach Möglichkeit) allein zu Haus
Junge zeigt seinen Mittelfinger Bonn Germany 02 11 2012 MODEL RELEASE vorhanden Bonn Deutschlan
Erziehung
Ich zähle bis drei
Prozess im Mordfall Lübcke
Lübcke-Prozess
Mord in Variationen
Karoline Preisler FDP Barth Coronavirus Patientin
Covid-19
"Es ging schnell und heftig zu mit Corona"
Bergsteiger am Gipfelkreuz der Zugspitze
Zugspitze
Himmel und Hölle
Zur SZ-Startseite