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Juli Zeh und die "Fragen zu Corpus Delicti":Alles nur Gedankenspiele

Schriftstellerin Juli Zeh

Die Schriftstellerin Juli Zeh.

(Foto: Soeren Stache / dpa)

Im Erläuterungsband zu ihrem Bestseller "Corpus Deliciti" interviewt Juli Zeh sich selbst. Dabei stellt sie eine Biopolitik ins Zentrum, die für sie unweigerlich in Totalitarismus mündet.

Von Susan Vahabzadeh

Ursprünglich war Juli Zehs "Corpus Delicti" ein Theaterstück, eine Auftragsarbeit zumal, aber eine, die sich für sie bewährte: Die Romanfassung, die sie 2009 herausbrachte, wird heute im Deutschunterricht gelesen. Es geht um einen Staat, der die Reinheit des Körpers zum obersten Gebot gemacht hat - eine Gesundheitsdiktatur, in der alle Krankheiten die Menschen zu Aussätzigen machen und jede Missachtung permanenter Selbstoptimierung als Frevel an der Allgemeinheit geahndet wird. Klar, dass das Buch in den vergangenen Wochen oft zitiert wurde, zumal Juli Zeh, die nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Verfassungsrichterin ist, sich öffentlich positioniert und die Wahrung der Bürgerrechte angemahnt hatte. Nun gibt's auch noch das Buch zum Buch: "Fragen zu Corpus Delicti".

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