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Fotografie in Mali:Getty und wir

„Mit Bildern konnte ich endlich meine Sprache finden“, sagt John Moussa Kalapo. Er arbeitete als Buchhalter, als ein Onkel ihm eine Kamera schenkte. Heute verdient er eindrucksvolle Summen.

(Foto: Jonathan Fischer)

Die Konkurrenz der Studios für Hochzeitsfotos ist in Mali gewaltig, aber es gibt ja noch den Rest der Welt. Wie eine Fotografie-Schule in Bamako den internationalen Markt mit Bildern beliefert.

Nicht mal einen richtigen Namen hat die Schlaglochpiste in Bamakos Nachtclub-Viertel Hippodrome. Sie heißt schlicht Rue 246. In der Mittagshitze wirkt die Gegend wie ausgestorben. Nur ab und an knattert ein Moped vorbei, biegt ein Eselsgespann quietschend um die Ecke und wirbelt eine Staubwolke auf. Rötlicher Staub legt sich auf Autos, Straßenstände und die Waren eines Spielzeuggeschäfts auf einer Plastikplane - Lastwagen, Schaufeln, Plastikpistolen "Made in China". An einem von weißen Mauern eingefassten Grundstück hängt ein verbeultes Schild: CFP, "Cadre de Promotion pour la formation en photographie". Kann es sein, dass sich in diesem Hinterhof die wichtigste Fotografen-Schule Malis, ja ganz Westafrikas versteckt? Nach Zurufen erscheint ein Mann in zerschlissener Wächter-Uniform und öffnet das schmiedeeiserne Tor.

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