Aber er will ja auch nerven. Er will sich mit den wenigen Zuschauern, die ihm geblieben sind, in seiner Entdeckungsfreude, im Toben seiner Geistesblitzgewitter, aber genauso im Leiden vereint wissen. Nichts schweißt besser zusammen.

Es fordert Opfer, den Traum von einem anderen als dem bestehenden Kino niemals aufzugeben. Sich dabei nicht selbst zu betrügen, sich nicht vor falsche Alternativen stellen zu lassen. Sein neuester Film Socialisme, im Mai in Cannes vorgestellt, ist bisher weder für das deutsche Kino noch für den deutschen DVD-Markt angekündigt. Wahrscheinlich wird er gar nicht erscheinen - wie so viele der letzten Godards.

Bild: Getty Images 2. Dezember 2010, 18:012010-12-02 18:01:21 © SZ vom 2.12.2010/kar