Jean-Luc Godard zum 80.Klappe auf

Der Mann nervt manchmal wie die Hölle - aber das Toben seiner Geistesblitzgewitter muss auch heute noch lieben, wer an das wahre Kino glaubt. Eine Hommage zum 80. Geburtstag des Film- und Lebenskünstlers Jean-Luc Godard.

Der Mann nervt manchmal wie die Hölle - aber das Toben seiner Geistesblitzgewitter muss auch heute noch lieben, wer an das wahre Kino glaubt. Eine Hommage zum 80. Geburtstag des Film- und Lebenskünstlers Jean-Luc Godard. In Bildern.

Der Mann nervt manchmal wie die Hölle. So kann, so muss eigentlich jede Hommage beginnen, die Jean-Luc Godard auch nur halbwegs ernst nimmt. Aufrichtigkeit, gerade im unpassendsten Moment, gehört zu den zwei oder drei Dingen, die man von ihm lernen kann.

Sein Film "Nouvelle Vague" zum Beispiel, schon der Titel ein Hohn, vor zwanzig Jahren auf den knallharten Holzsitzen des Münchner Theatinerkinos - das sind noch immer die längsten neunzig Minuten meiner persönlichen Histoire du Cinéma. Und immer wieder gibt es diese Exerzitien in seinen Filmen, für die man ihn aus tiefster Seele verfluchen möchte.

Text: Tobias Kniebe/ SZ vom 2.12.2010/Bildauswahl: sueddeutsche.de/kar

Bild: AFP 2. Dezember 2010, 18:012010-12-02 18:01:21 © SZ vom 2.12.2010/kar