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Interview mit Tom Tykwer:"Serien sind die interessanteste neue Form für Filmemacher"

Tom Tykwer

Tom Tykwer, hier in Berlin.

(Foto: Britta Pedersen/dpa)

Regisseur Tom Tykwer spricht über seine Arbeit mit Tom Hanks, die Verhandlungen mit saudi-arabischen Behörden und sein neues Serien-Projekt "Babylon Berlin".

Von David Steinitz

Tom Tykwer zählt zu den spannendsten und fleißigsten deutschen Regisseuren. Mit "Lola rennt" wurde er sogar in Hollywood bekannt, mit der Verfilmung des Weltbestsellers "Das Parfum" erreichte er ein Millionenpublikum. Nun bringt er bereits seinen zweiten Kinofilm mit dem Hauptdarsteller Tom Hanks heraus: "Ein Hologramm für den König".

"Hanks ist ein Geschenk", sagt Tykwer, "weil er schon 59 ist, aber noch ein verspielter, immer neugieriger Schauspieler." Seit der Verfilmung von "Cloud Atlas" hätten Hanks und er auf die Chance gehofft, noch einen Film gemeinsam zu machen - "und dann kam dieser Roman. Ich dachte mir, dieses Buch schreit einfach auf jeder Seite: Tom Hanks!" In der Geschichte geht es um einen etwas abgehalfterten Manager, der in Saudi-Arabien dem König eine neue Technologie verkaufen soll, aber immer nur auf die Offiziellen wartet.

Dieses leicht kafkaeske Wüstenszenario setzte sich dann auch bei den Dreharbeiten fort, sagt Tykwer: "Der Großteil der Außenaufnahmen ist in Marokko entstanden, wir konnten nur einen kleinen Teil in Saudi-Arabien drehen, weil wir nie eine umfassende Drehgenehmigung bekommen haben." In diesem Land würden die Dinge in der Schwebe gehalten: Man könne sich da "80 Mal mit jemandem zusammensetzen, ohne dass eine eindeutige Entscheidung fällt".

Momentan arbeitet der 50-jährige Regisseur für seine Firma X Filme an einer Serien-Adaption der Bestsellerreihe "Babylon Berlin" - ein Mammutprojekt, bei dem ARD und Sky erstmals intensiv zusammenarbeiten. "Ich wollte etwas machen, das im Berlin der Zwanzigerjahre spielt, die Romane von Volker Kutscher waren die Steilvorlage. Und Serien sind die interessanteste neue Form für Filmemacher der Gegenwart", sagt Tykwer. "Man kann durchaus sagen, dass Serien eine Zeitenwende im Erzählen sind." Er selbst sei auch ein "Serienjunkie", der locker mal drei, fünf oder zehn Stunden durchgucken könne, bis "das Leben drumherum verschwindet".

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© SZ.de/roho/khil/holz
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