Um den aktuellen Erfolg der Natalie Portman erklären, muss man eine kleine Reise durch ihre Karriere unternehmen. Muss einen Blick darauf riskieren, warum Natalie und Nina, die ehrgeizige Tänzerin aus Black Swan, eine so überzeugende Verbindung eingehen konnten.

Zum Inhalt des Films sei zunächst einmal so viel verraten: Nina Sayers, eine vom Ehrgeiz und dem Ehrgeiz ihrer Mutter getriebene Ballerina, will um alles in der Welt die Hauptrolle in Schwanensee tanzen. Der Regisseur hat die Idee, die Rolle des weißen und des schwarzen Schwans, der beiden großen Gegenspieler, von der selben Ballerina tanzen zu lassen. Und während er schnell davon überzeugt ist, mit Nina die perfekte Besetzung für den weißen Schwan gefunden zu haben, hat er zunehmend Zweifel daran, ob das brave Mädchen auch den bösen, lasziven Black Swan verkörpern kann.

Unter dem Druck, sich endlich mal gehen zu lassen, verliert Nina zunehmend die Verbindung zur Realität - und um so weiter sie sich selbst verliert, desto näher kommt sie all dem, was man von ihr als schwarzem Schwan an Leidenschaft und Hingabe erwartet.

So weit, so gut, so gruselig. Und doch kann man kaum eine Sekunde im Kinosessel sitzen, ohne ...

Bild: dapd 19. Januar 2011, 11:102011-01-19 11:10:39 © sueddeutsche.de/kar