Zum Tod von Harald Falckenberg:Der Mäzen

Zum Tod von Harald Falckenberg: Hat er so am Ende doch noch Kulturpolitik gemacht? Es war jedenfalls schwer, in Hamburg nicht auf Falckenberg zu stoßen.

Hat er so am Ende doch noch Kulturpolitik gemacht? Es war jedenfalls schwer, in Hamburg nicht auf Falckenberg zu stoßen.

(Foto: IMAGO/Matthias Reichelt)

Prägend für das Hamburger Kulturleben: Der Kunstsammler Harald Falckenberg ist mit 80 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

Von Peter Richter

Hamburg unterscheidet sich von Berlin, München oder Dresden unter anderem dadurch, dass diese Städte mit Kunstsammlungen groß geworden sind, die sich Kurfürsten verdanken. Die Kunsthalle an der Alster ist dagegen wesentlich das Produkt mäzenatischer Kaufleute gewesen. Während in den einstigen Residenzen das feudale Erbe inzwischen in der öffentlichen Hand liegt, könnten in Hamburg eigentlich immer noch kunstsinnige Patrizier als Kulturträger in Erscheinung treten. Gemessen an der Millionärsdichte der Hansestadt ist es nur erstaunlich, wie wenige Namen einem da konkret in den Sinn kommen. Neben dem von Hans-Jochen Waitz, dem eher diskreten Mäzen ganzer soziokultureller Stadtstrukturen, ist das vor allem der von dessen gutem Freund Harald Falckenberg - mit dem sich wiederum etwas durchaus Fürstliches, wenn nicht sogar Kurfürstliches verbindet.

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