Gwendolyn Sasses "Der Krieg gegen die Ukraine":Die neue Ordnung

Gwendolyn Sasses "Der Krieg gegen die Ukraine": Nach 1991 entwickelte sich in der Ukraine eine Zivilgesellschaft, in Russland eine Autokratie: das Parlament in Kiew.

Nach 1991 entwickelte sich in der Ukraine eine Zivilgesellschaft, in Russland eine Autokratie: das Parlament in Kiew.

(Foto: picture alliance/dpa/Ukrinform)

Die Slawistin Gwendolyn Sasse hat die erste wissenschaftliche Darstellung des Krieges in der Ukraine geschrieben. Ihr Buch hebt die Diskussion auf eine neue Stufe.

Von Gustav Seibt

Zur russischen Invasion in die Ukraine wird es keine Kriegsschulddebatte geben. Zu eindeutig ist die Rolle Putins, des Autokraten, der diesen Krieg von langer Hand vorbereitet hat. Doch die Handlungsdominanz eines Akteurs entbindet die Historiker nicht davon, nach längerfristigen Ursachen zu fragen. "Die Bezeichnung ,Putins Krieg' greift zu kurz, auch wenn Putin diesen Krieg auslöste", schreibt Gwendolyn Sasse in der ersten wissenschaftlichen Darstellung des Kriegs. "Auch gibt es nicht nur eine einzige Kriegsursache. Vielmehr war es ein Geflecht von miteinander verbundenen Entwicklungen, die die notwendigen, aber nicht hinreichenden Bedingungen für den Krieg schufen."

Zur SZ-Startseite

SZ PlusSerhii Plokhys "Das Tor Europas"
:Was man über die Ukraine wissen sollte

Viele Fehlurteile zu Putins Krieg beruhen auf Wissenslücken. Harvard-Historiker Serhii Plokhy fängt deshalb in seiner ukrainischen Geschichte noch einmal ganz von vorn an.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: