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"Greif"-Magazin-Jubiläum:Remix fürs Auge

Das Augsburger Magazin "Der Greif" wird zehn und will zeitgenössische Fotografie noch kreativer in Szene setzen

"Solange wir das Gefühl haben, dass die Leute das wollen, machen wir mit dem Greif weiter." Vor sechs Jahren hat Leon Kirchleitner das gesagt, in einem kleinen einstöckigen Häuschen in einem Augsburger Hinterhof, wo die Greif-Redaktion damals ihre Redaktion hatte. Inzwischen haben Simon Karlstetter, Leon Kirchleitner, Matthias Lohscheidt und der neu hinzugekommene Claudio Ricci im Augsburger Bismarckviertel ihr gemeinsames Atelier. Dort arbeiten sie nach wie vor zusammen an ihrem einmal im Jahr erscheinenden Fotomagazin. Denn das Interesse am Greif ist nicht nur weiterhin vorhanden. Es hat sich sogar erhöht. Ein Beleg dafür ist die gestiegene Auflage von 1500 auf 4000 Stück, ein weiterer die Anzahl der eingesendeten Fotografien und Texte, die von Ausgabe zu Ausgabe zunimmt. So haben für die vor ein paar Wochen erschienene Nummer 10, die Jubiläumsausgabe des Greif, knapp 3500 Fotografen und Autoren aus mehr als 100 Ländern fast 10 000 Bilder und Texte eingereicht. Zum Vergleich: Bei der zweiten Ausgabe waren es etwa 600 Einsendungen und bei der vierten 2000 aus 21 Ländern. Mit der ersten Ausgabe aus dem Jahr 2008 lässt sich das insofern nur schwer vergleichen, als die 300 Bilder, die darin zu sehen waren, aus dem persönlichen Umfeld der damaligen Design-Studenten stammten. Fotos von Freunden und Bekannten, die davor auf Festplatten oder im Internet "vergammelten", zu sammeln und auf Papier greifbar zu machen - das war die Ursprungsidee.

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