Architektur Renzo Piano plant Neubau der eingestürzten Brücke von Genua

Blick auf Überreste der Morandi-Brücke, auf der noch ein Lastwagen steht.

(Foto: dpa)

Im Sommer starben 43 Menschen, als die Morandi-Brücke zusammenbrach. Ende 2019 soll dort eine neue stehen - der Architekt stammt selbst aus Genua.

Der Architekt Renzo Piano plant den Neubau der Morandi-Brücke in Genua. Der Italiener werde dem Projekt vorstehen, für das ein Konsortium aus drei Großkonzernen ausgewählt wurde, teilte der Kommissar für den Wiederaufbau, Marco Bucci, mit.

Die Brücke war Mitte August zusammengebrochen, 43 Menschen starben. Unter anderem wird gegen den Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia ermittelt. Das neue Viadukt soll bis Ende 2019 stehen. Der Baukonzern Salini-Impregilo sowie die staatlich kontrollierten Unternehmen Fincantieri und ItalFerr sollen die Brücke für 202 Millionen Euro bauen. "Heute erfüllt sich ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Stadt", sagte Bucci, der auch Bürgermeister von Genua ist.

Piano stammt selbst aus Genua. Er ist Träger des Pritzker-Architekturpreises und hat Bauwerke in aller Welt entworfen. In Berlin steht er hinter dem Wiederaufbau des Potsdamer Platzes, in Köln hat er das Weltstadthaus entworfen. Im Rennen war auch ein Entwurf des spanischen Architekten Santiago Calatrava, der für seine geschwungenen Bauten wie zum Beispiel in Valencia bekannt ist. Calatrava habe weiter seine Zusammenarbeit angeboten, so Bucci.

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