Filmfestival Venedig Gott wartet ab

Venedig wurde von Hollywood dominiert, aber die Jury hat einen Exzentriker ausgezeichnet: den philippinischen Regisseur Lav Diaz.

Von Susan Vahabzadeh und Thomas Steinfeld

Ein Filmfestival sollte idealerweise den Zustand der Welt spiegeln, und das hat Venedig in diesem Jahr ganz sicher getan. Im Wettbewerb haben ganz unterschiedliche Weltanschauungen miteinander gerungen, demokratische und totalitäre zum Beispiel. Und es wurde die Frage gestellt, wie Religionen Gesellschaften prägen. Das sind ja tatsächlich die Themen, um die es auch ansonsten gerade geht.

Das deutsch-französische Verhältnis fand zwar nur am Rande in den Wettbewerb hinein, aber doch auf sehr schöne Weise, weil es zwei Filme gab, die tatsächlich ...