Die CDs der Woche - PopkolumneDer "Killer" sitzt noch immer am Klavier

Kieszas Version von "What is Love" tröstet über die Tatsache hinweg, dass es gerade wenige feiernswerte neue Pop-Alben gibt. Dafür ist da aber Jerry Lee Lewis' Autobiografie. Sie zeigt, wie groß und wahnsinnig man sich den Künstler vorstellen muss.

Beachtenswerte neue Pop-Alben erscheinen derzeit Woche für Woche wieder im doppelten Dutzend. Leider ist nicht immer etwas dabei, das man guten Gewissens hemmungslos feiern möchte. Gespannt wartete man etwa auf das zweite Album "Tough Love" (Universal) der britischen Sängerin Jessie Ware oder auch darauf, was wohl die hochverehrten Flaming Lips mit Hilfe von Pop-Superstar Miley Cyrus und Indie-Helden wie J Mascis oder MGMT auf "With A Little Help From My Fwends" (Bella Union) mit dem Beatles-Klassiker "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" anstellen würden. Aber dann wollten beiden Platten doch nicht recht abheben. "Tough Love" immerhin ist sehr gute zeitgenössische Fahrstuhl- Musik.

Bild: Island Records 22. Oktober 2014, 15:032014-10-22 15:03:04 © SZ vom 22. Oktober 20114/cag