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Deep-Purple Sänger über Castingshows:"Wir würden alle durchfallen"

Ian Gillan

Keine Lust auf Castingshows: Deep-Purple-Sänger Ian Gillan.

(Foto: dpa)

Deep-Purple-Sänger Ian Gillan ist froh, sich nicht in Castingshows beweisen zu müssen. Weder seiner eigenen Band noch anderen Urgesteinen des Rock räumt der Sänger große Chancen ein, vor einer Jury zu bestehen.

Wenn Deep-Purple-Sänger Ian Gillan (69) den Fernseher einschaltet und sieht, wie junge Musiker in Castingshows wie "The X-Factor" um die Gunst der Jury kämpfen, ist er froh, dass er selbst schon vor über 40 Jahren Rockstar geworden ist.

Weder seiner eigenen Band noch anderen Urgesteinen des Rock räumt der 69-Jährige große Chance ein, bei einer modernen Castingshow zu überzeugen. "Keiner von uns würde die Dorfvorentscheidung bei "The X-Factor" packen - nicht Led Zeppelin, nicht die Rolling Stones, nicht Bob Dylan. Wir würden alle schon beim ersten Casting sang- und klanglos durchfallen", sagte er mit Blick auf die zahlreichen Gesangswettbewerbe im Fernsehen der Zeitung Sonntag Aktuell.

Der Massengeschmack scheint sich in den letzten Jahrzehnten extrem gewandelt zu haben. Bei Castingshows gewinnen heute meistens nicht die kantigen Rockstars, sondern die glatten Typen - junge Menschen, die formbar sind und sich gut vermarkten lassen.

Sich selbst und seinen Bandkollegen kann Gillan in den neuen Popstars nicht wiedererkennen. "Wir passen längst nicht mehr ins gewünschte Schema", stellt der Sänger fest.

© Süddeutsche.de/dpa/sosa/chrb
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