Claudia Roth im Porträt:Kalt erwischt

Lesezeit: 8 min

Claudia Roth im Porträt: Ein Risiko, aber es wurde dann doch kein Superspreader-Event draus: Claudia Roth bei der Eröffnung der Berlinale im Februar.

Ein Risiko, aber es wurde dann doch kein Superspreader-Event draus: Claudia Roth bei der Eröffnung der Berlinale im Februar.

(Foto: Ronny Hartmann/AFP)

Claudia Roth war schon versiert, da waren viele ihrer heutigen Kritiker noch nicht geboren: Zu den immer wieder überraschenden ersten 100 Tagen der neuen Kulturstaatsministerin.

Von Sonja Zekri

Claudia Roth ist eine Politikerin, die starke Gefühle weckt, und wenn sie auf jemanden trifft, der selbst eine Neigung zu Großem hat, dann sieht das so aus: Umspielt von Mantelschößen schreitet, nein, segelt Anselm Kiefer der neuen Staatsministerin für Kultur und Medien entgegen, breitet die Arme aus, verneigt sich halb ironisch und erklärt in einer Lautstärke, die im Gewölbe des Pariser Grand Palais Ephémère überall gut zu hören ist: "Meine liebste Politikerin auf der Welt!"

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