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Christo im Gespräch:"Niemand kann uns besitzen"

21.03.2020 bis 17.08.2020
Christo und Jeanne-Claude Projects 1963-2020
Sammlung Ingrid & Thomas Jochheim

Einen Weg übers Wasser hat Christo mit den "Floating Piers" 2016 auf dem Iseo-See geschaffen. Tausende Besucher pilgerten in den beiden Wochen, während derer die Installation bestand, nach Norditalien.

(Foto: Wolfgang Volz)

In einem der letzten Interviews vor seinem Tod sprach der Künstler Christo über seine Anfänge in armen Verhältnissen, Leidenschaft und wahre Freiheit.

Die letzten Wochen seines Lebens hat Christo mit intensiver Arbeit verbracht. Noch zwei Tage vor seinem Tod berichtete seine Assistentin Lorenza Giovanelli, dass der Künstler zeichne und zeichne. Er müsse ja das Geld verdienen für die geplante Verhüllung des Arc de Triomphe 2021 in Paris, von der er schon Anfang der Sechzigerjahre geträumt hatte. Eines der Projekte, von denen Christo und Jeanne-Claude nicht nur träumen, sondern die sie auch realisieren durften, war vor 25 Jahren die Verhüllung des Reichstags in Berlin - wie der Arc de Triomphe ein Bauwerk von nationaler Bedeutung. Dieses Jubiläum war mit Anlass für die aktuelle Ausstellung im Palais Populaire in Berlin. Kurze Zeit vor seinem überraschenden Tod gab Christo noch dieses Interview. Selten benutzte er dabei das Wort "ich"; auch elf Jahre nach dem Tod seiner Frau Jeanne-Claude, die gleichberechtigt die Werke signierte, war es ein "Wir".

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