Schriftsteller Bret Easton Ellis Weißer Riese

"Ich habe mich schon immer als dieser alte Mann gefühlt": Bret Easton Ellis wurde mit Mitte 20 und seinem Roman "American Psycho" berühmt. Das Foto zeigt ihn heute, mit 55 Jahren, daheim in West Hollywood.

(Foto: RYAN PFLUGER/The New York Times/)

Bret Easton Ellis, einst böser Junge der US-Literatur, hat ein unironisches und entsprechend heiteres Buch über Amerika geschrieben. Das Thema: der Furor der neuen Moralisten. Ein Besuch in Los Angeles.

Von Peter Richter

Genauso wie erwartet und auch ein bisschen langweilig" wird nachher der Schriftsteller Bret Easton Ellis hinter dem Schreibtisch hervor sagen, und dabei so gelangweilt klingen, wie seine Leser das seit seinem Welterfolg mit der Serienkillersatire "American Psycho" und eigentlich schon seit seinem Durchbruch mit der Arschloch-Revue "Unter Null" erwarten dürfen. Und zwar werden diese Worte der Kritik gelten, die nun zur Veröffentlichung auf sein neues Buch einprasselt. Dabei ist womöglich noch nirgendwo sonst so anrührend beschrieben worden, was für ein ...

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