
Nachruf:Der Ostmoderne
Roland Korn war der letzte Chefarchitekt von Ost-Berlin. Er prägte die DDR-Hauptstadt mit dem Staatsratsgebäude und dem Haus des Reisens. Jetzt ist er mit 96 Jahren gestorben.

Roland Korn war der letzte Chefarchitekt von Ost-Berlin. Er prägte die DDR-Hauptstadt mit dem Staatsratsgebäude und dem Haus des Reisens. Jetzt ist er mit 96 Jahren gestorben.

Die Bahn will die Trinker von den Bahnhöfen verbannen. Dabei gab es gute Gründe, warum die sich gerade dort fanden – und die hatten mit dem Wesen der Bahn zu tun. Betonung auf: hatten.

War die Untergrundkunst der DDR letztlich ein Produkt des MfS? Eine Retrospektive und ein Buch von Gabriele Stötzer werfen eine Frage neu auf, die auch von Punks heute noch debattiert wird.

Ob unter dem Hitzedom, wenn ein Gewitter niedergeht oder in einer sternklaren Nacht: Am besten verbringt man den Sommer mit einem Buch. Oder mehreren! Empfehlungen aus der SZ-Redaktion für die heißeste Lesezeit des Jahres.

In Berlin sollen die letzten Reste der Luftschutzkeller unter Hitlers Neuer Reichskanzlei einem Wohnbau weichen. Dagegen regt sich nun Widerstand – aus ein paar nachvollziehbaren Gründen.

Der Glutkern des amerikanischen Nationalgefühls, fortschreitende Gottverlassenheit – und Paranoia als Politik: 15 Bücher zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten, die einen dieses Land besser verstehen lassen.

Der junge Architekt Max Hacke darf in einem eher verschlafenen Teil von Berlin ein „Haus der Jugend“ bauen, in dem es laut werden soll – und für die Nachbarn trotzdem leise. Denn er hat da ein paar bemerkenswerte Ideen.

Angela Merkel hatte sich Zeit gelassen mit ihrem Porträt für die Kanzlergalerie. Jetzt wurde das Werk des 28 Jahre alten Deutschfranzosen Jérémie Queyras in Berlin enthüllt. Und? Viel Licht, viel Schatten – und viel Blau.

Grausam gestorben, bestens gekleidet: Francisco de Zurbarán war der Maler der Märtyrer – und zugleich Textilhändler. Jetzt wird der barocke Spanier mit einer grandiosen Schau in London gefeiert

Das Gespräch kommt nun auch privat oft aufs Angstthema Rente. Tonlage: fröhlicher Fatalismus. Über letzte Boomer, Geburtenknick dank Smartphone und Sterbehilfe per Post.

Wenn Musiker und Künstler versuchen, die künstliche Intelligenz zu verwirren, um nicht kopiert zu werden, kommt es zu erstaunlichen Ergebnissen. Manches gleicht Manövern der klassischen Moderne.

Schloss Bellevue wird saniert, weshalb der Bundespräsident vorübergehend in einen Büroneubau umzieht. Gesamtkosten der Rochade: wohl eine Milliarde. Immerhin gibt es jetzt Kunst zu sehen.

Fotopioniere wider Willen: Neue Bücher beleuchten das Werk von August Kotzsch und Fred Stein, die jeweils ganz andere Pläne für ihr Leben hatten.

Ein Altar des Renaissancemalers wurde durch die Reformation zerrissen, ein Teil landete in München, einer in Dresden. Jetzt hat Slawomir Elsner alles mit dem Zeichenstift wieder zusammengefügt.

Berlins legendäre „Mokka-Milch-Eisbar“ ist wieder da: Ein paar Dinge sind aber anders als in dem gleichnamigen DDR-Schlager von 1968: Den da besungenen Honigflip sucht man auf der Karte vergeblich, dafür gibt es einen Co-Working-Space und Gendersternchen.

Der Streit um die Nutzung des Tempelhofer Felds geht in eine neue Runde. Diesmal mit einem Vorschlag, den selbst die Anrainer gut finden müssten. Oder etwa nicht?

Erbrochenes in der Sonne, Tarnpullover für Ausländer und Drogen unter Schwarzlicht: Die Berlinische Galerie feiert den Konzeptzeichner Marc Brandenburg.

Henrike Naumann und Sung Tieu bringen Hoffnung und Horror der Wendezeit auf die Kunstbiennale in Venedig. Kann das mehr sein als Identitätsbewirtschaftung? Aber ja.