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Belletristik:Villa Abseits

Gerhart Hauptmann am Stehpult mit Annie Pollak, Stenogrammblock in den Händen

Gerhart Hauptmann mit Annie Pollak, seiner Sekretärin, in der Villa Wiesenstein. Im Hintergrund das Gemälde "Margarete Hauptmann in großer Abendrobe (1906)" von Dora Hitz.

(Foto: bpk/Staatsbibliothek zu Berlin)

Hans Pleschinski erzählt in seinem neuen Roman "Wiesenstein" von dem schon leicht senilen Großdichter Gerhart Hauptmann der Jahre 1945/46.

Von Jörg Magenau

Es gibt Sätze, die man definitiv nicht mehr schreiben darf. Zum Beispiel: "Und in der Ferne bellte ein Hund." Gerhard Henschel hat sich schon vor Jahren gründlich mit diesem Phänomen befasst, als er bellende Hunde bei Rosamunde Pilcher, Marion Zimmer Bradley, Ralph Giordano, Robert Harris und vielen anderen aufspürte. Selbst Astrid Lindgren schrieb in "Kalle Blomquist": "In der Ferne bellte ein Hund auf, und danach war die Stille noch tiefer als zuvor." In Hans Pleschinskis Roman "Wiesenstein" um den altersschwachen Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann findet sich der bellende Hund auf Seite 241. "Viel später, bereits früh, zog er die Bettdecke über sich", heißt es da. "In der Ferne schlug ein Hund an."

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