Ausstellung: Bilder im Kopf – Conrad Schumann

Alle Bilder lügen, aber manche können doch die Wahrheit zeigen. Selbst die realistischste Reportage bedarf der Inszenierung. Zwei Tage nach der Abriegelung Westberlins durch das, was die DDR dann den "Antifaschistischen Schutzwall" nannte, floh am 15. August 1961 der NVA-Soldat Conrad Schumann mit einem Satz über den schon ausgerollten Stacheldraht in den Westen. So eindrucksvoll dieser Sprung in die Freiheit war, es war auch ein Sprung für die wartenden Kameras. Schumann hatte den Bildreportern vorher klar zu erkennen gegeben, dass er ihnen gleich Material für historische Aufnahmen lief

Bild: online.sdekultur 25. Mai 2010, 14:192010-05-25 14:19:27 © sueddeutsche.de/nvm/kar