Willy Brandt, SPD, war Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1969 bis 1974. Für seine Ostpolitik erhielt Brandt im Jahr 1971 den Friedensnobelpreis.
Aktuelles Lexikon
:Was bedeutet Bafög?
Staatliche Förderung für junge Menschen, die diese energisch gegen gelegentliche Sparversuche verteidigen: „Wer uns wie Kohl das Bafög klaut, den machen wir zu Sauerkraut“. Jetzt wird es erhöht.
Autobiografie
:Mehr als nur ein Sohn von Willy
Peter Brandt, der älteste Sohn von Willy Brandt, hat seine Autobiografie vorgelegt. „Sich ändern, um sich treu zu bleiben“ ist der nüchtern-analytische Blick eines bekennenden Sozialisten zurück in die Bonner Republik.
Historie
:Mit Disziplin und Rotwein
Zumindest nachträglich gilt die Große Koalition von 1966 bis 1969 als Erfolgsgeschichte. Was aber hatte sie, was ihrer Wiedergängerin seit 2025 fehlt?
Joschka Fischers neues Buch
:Eine Verneigung vor Konrad Adenauer
Joschka Fischer hat sich auf die Suche nach der deutschen Identität begeben. Gefunden hat er – etwas überraschend – eine Republik, die sich auf das Erbe des ersten Kanzlers besinnen sollte.
Schwerpunkt „Bei Nacht“
:Eine Nacht im Luxushotel
Yannick Lebensieg trägt nachts die Verantwortung für das Atlantic in Hamburg. Das Hotel, in dem Udo Lindenberg wohnt und wo schon Madonna und Willy Brandt abgestiegen sind. Unsere Autorin hat ihn auf einer Schicht begleitet.
MeinungKrieg in Nahost und seine Folgen
:Das Kerosin ist knapp? Verzichtet auf Urlaubsflüge!
Inlandsflüge wegen Kerosin-Knappheit verbieten? Solch ein Unsinn. Wenn man etwas streichen sollte, dann Urlaubsflüge. Auch für Gutverdiener.
Matthias Brandt
:Bürgerlich und partiell rechtsextrem geht nicht zusammen
Matthias Brandt, keiner der Lautsprecher unter den deutschen Schauspielern, hat ein schmales, persönliches, wichtiges Buch geschrieben: über das Nein-Sagen zu den Feinden der Demokratie. Eine Empfehlung.
Polen und Deutschland
:„Wir vergeben und bitten um Vergebung“
Wie ein Brief polnischer Bischöfe an ihre deutschen Brüder zur Inspiration für Willy Brandts Kniefall in Warschau wurde – und warum er heute wieder umstritten ist.
Kino
:Leicht hat man’s nicht mit der Demokratie
Der Dokumentarfilm „Unten – Im Ortsverein“ zeigt die Mühen der Parteiarbeit an der SPD-Basis. Wie es wohl der neuen linken Hoffnungsfigur Zohran Mamdani dort ergehen würde?
MeinungStadtbild-Debatte
:Der Bundeskanzler wollte was mit Migration sagen. Nur was?
Mit seiner „Stadtbild“-Aussage versagt Friedrich Merz auf dem zentralen Feld der Politik: der Sprache. Das ist beunruhigend.
Friedrich Merz
:Die Emotionen eines Kanzlers
Der Regierungschef kämpft in einer Rede mit den Tränen. Auch seine Vorgänger im Amt haben schon emotionale Momente erlebt. Was aber passiert, wenn aus Gefühlen Politik wird?
ExklusivAttentat auf Hitler am 20. Juli 1944
:Was hätte ich damals getan?
Und bedeutet „Was tue ich heute?“ nicht in gewisser Weise dasselbe? Diese Fragen begleiten Matthias Brandt, Schauspieler und Sohn von Willy Brandt, sein ganzes Leben hindurch. Gedanken zu Widerstand damals und jetzt – anlässlich des Gedenktags zum Attentat auf Adolf Hitler.
Russlandpolitik und SPD-„Manifest“
:Das verlorene Erbe des Willy Brandt
Die Ideologen in der SPD berufen sich auf den großen Entspannungskanzler. Aber wenig von dem, was sie in ihrem sogenannten Manifest für Friedenssicherung behaupten, hätte wohl seine Zustimmung gefunden.
Kanzlerwahlen in Deutschland
:Knapp war es schon öfter
Mehr als einen Wahlgang hat vor Friedrich Merz noch kein Bundeskanzler gebraucht, um ins Amt zu gelangen. Aber Erfahrungen mit hauchdünnen Mehrheiten haben bereits frühere Kandidaten gemacht.
Geschichtsbild
:Die SPD macht sich groß
Sollten Union und SPD künftig gemeinsam regieren, wäre es die fünfte schwarz-rote Koalition in einer Bundesregierung. Bei der ersten 1966 behalf sich Willy Brandt eines Podestes, um auf Augenhöhe mit dem CDU-Kanzler Kurt Georg Kiesinger zu sein.
Wahlverhalten
:Warum wählen Menschen Parteien, die ihnen schaden?
Angst, Wut, Enttäuschung: Bei vielen ist der Blick auf die Politik von negativen Gefühlen geprägt. Aber was ist mit Nähe – und Hoffnung? Über die emotionale Ausgangslage zur Bundestagswahl.
Bayerns oberster Staatsschauspieler und Instagrammer vergreift sich in Warschau an einer historischen Geste von Willy Brandt.
Koalitionsbruch
:„FDP sprengt die Koalition“
In der Geschichte des Bundestags ist schon zweimal ein Regierungsbündnis geplatzt. Auch 1966 und 1982 waren die Liberalen entscheidend beteiligt.
MeinungPrantls Blick
:Suppenkaspar-Partei Deutschlands
Die SPD leidet nicht einfach nur an ihrem Kanzler, sie leidet an politischer Magersucht. Es fällt viel leichter zu beschreiben, was ihr fehlt, als das, was sie noch auszeichnet. Aus einer Volkspartei ist eine Funktionspartei geworden.
Angela Merkel
:Wann kommt ihr Bild ins Kanzleramt?
Noch nie verging so viel Zeit, bis ein neues Kanzlerporträt aufgehängt wurde. Merkel aber hat – offiziell – noch immer keinen Plan, wer ihr Bild anfertigen soll. Und drängen lässt sie sich schon gar nicht.
Interview
:„An eine derart ernste Herausforderung des Westens wie heute kann ich mich nicht erinnern“
Heinrich August Winkler, der bekannteste deutsche Zeithistoriker, fordert von der SPD angesichts des Kriegs in der Ukraine mehr Pistorius und weniger Scholz – und wirft auch der Union vor, die Gefahr durch Putins Russland lange ignoriert zu haben.
Monopolkommission
:Brauchen wir diese Experten noch?
Die Monopolkommission, einst von Willy Brandt gegründet, berät seit 50 Jahren die Bundesregierung in Sachen Wettbewerb. Entscheiden kann sie aber nichts.
Exklusiv50. Jahrestag des Rücktritts von Willy Brandt
:Bonn, siebter Mai
Mein Vater, der Agent und ich: Schauspieler Matthias Brandt zum 7. Mai 1974 daheim in Bonn – eine Kindheitserinnerung.
50 Jahre Rücktritt von Willy Brandt
:Gesucht: Willy Brandt
Vor 50 Jahren tritt der ikonische Kanzler nach der „Affäre Guillaume“ zurück. Seither fehlt dem Land Eleganz, Idealismus und Zuversicht.
Doku-Serie über Willy Brandt und die Guillaume-Affäre
:Die Bonner Männerrepublik
Jan Peter und Sandra Naumann haben für die ARD einen Doku-Vierteiler über die Guillaume-Affäre gedreht. Aus Frauensicht. Und das erweist sich als erstaunlich gute Idee.
MeinungDeutschland
:Die SPD beruft sich zu Unrecht auf ihren größten Kanzler
Die bisherige Russlandpolitik und der derzeitige Versuch, sich als Friedenspartei zu inszenieren, haben mit Willy Brandts historischer Leistung nichts zu tun. Ein Irrtum, mit dem sich die SPD jetzt immerhin auseinandersetzt.
Das Politische Buch
:Attacke auf die Bonner Baracke
Jahrelang ließ Kanzler Konrad Adenauer die SPD vom BND ausforschen. Das hat der Historiker Klaus-Dietmar Henke aufgedeckt, sein Buch darüber heißt "Adenauers Watergate". Doch der Vergleich hinkt an mehreren Stellen.
MeinungDemokratie
:Noch nie so ernst
Der Versuch, der AfD das Wasser abzugraben, gelingt nicht: Er wirbelt nur braunen Schlamm auf. Eine menschliche, heimatliche Politik sieht anders aus.
Das Politische Buch
:Arbeiterpartei? Vorbei!
Brigitte Seebacher, letzte Ehefrau von Willy Brandt, hält der SPD auf Hunderten Seiten ihr Scheitern vor. Überzeugen kann sie damit aber nicht.
Das Politische Buch
:Von der Kraft der Distanz
Der Historiker Martin Sabrow analysiert die Krisen seiner Disziplin und erklärt, warum sich die Zeitgeschichte nicht gegenwartsbezogenen Maßstäben unterwerfen sollte.
MeinungAußenpolitik
:Einer muss immer den ersten Schritt tun
An diesem Samstag vor 60 Jahren: Egon Bahr setzte in Tutzing das Motto "Wandel durch Annäherung" in die Welt. Seine Rede ist auch ein Anstoß für alle, die die heutigen Konflikte mit Moskau zu bewältigen haben.
Karlsruhe und Berlin
:Im Zweifel klagen
Heizungsgesetz, Wahlrecht, Nachtragshaushalt: Die Union ruft gerne das Bundesverfassungsgericht an, wenn sie nicht mehr weiterkommt. Wird Karlsruhe zum verlängerten Arm der Opposition?
Leute
:Königlicher Faxenmacher
Prinz Louis wird bei der Geburtstagsparade von Opa Charles seinem Ruf gerecht, Helene Fischer verletzt sich auf der Bühne und Fußballer Max Kruse nimmt sich seine Frau zur Brust.
160 Jahre SPD
:Behutsam nach vorne
Zum 160. Geburtstag ihrer Partei beschwören führende Sozialdemokraten ihre Fähigkeit, sich immer wieder den Herausforderungen neuer Zeiten anzupassen.
Das Politische Buch
:Der Sämann
Gunter Hofmanns fesselnde Biografie über Willy Brandt zeigt einen Politiker auf der Suche nach dem besseren Deutschland - und liefert eine überzeugende Verteidigung von dessen Ostpolitik.
Peter Brandt
:"Manchmal muss man verhandeln, um überhaupt zu Verhandlungen zu finden"
Der Historiker Peter Brandt hat einen umstrittenen Friedensappell veröffentlicht. Warum Willy Brandts Sohn der Ansicht ist, dass die Interessen Moskaus mehr berücksichtigt werden müssen.
MeinungUkraine
:Frieden schaffen? Diese Parole ist zu wenig
Viele Sozialdemokraten und Gewerkschafter unterzeichnen einen Appell für einen Waffenstillstand - weil sie aus Brandts Erfolgen die falschen Schlüsse für den Umgang mit Putin ziehen.
MeinungDeutsch-russisches Verhältnis
:Entspannt euch
Es ist gerade in Mode, auf Willy Brandts Ostpolitik herumzuprügeln. Das verkennt: Der Sozialdemokrat war Realist und ein Politiker der Stärke.
MeinungSPD
:Die neue Ostpolitik
Die Partei hat Fehler im Umgang mit Putin eingestanden. Und muss jetzt von manchen Überzeugungen Abschied nehmen. Lernen aber kann sie von Willy Brandt.
Ostpolitik
:Der Preis des Irrtums
Lange hat die SPD glauben wollen, dass sich mit Russland ein ähnlicher Ausgleich finden lasse wie einst mit der Sowjetunion. Das ist vorbei. Doch steht die Partei nun vor einem großen Dilemma.
Uwe Neumahr: "Das Schloss der Schriftsteller"
:German Schrecklichkeit
Ein fesselndes Buch über die Nürnberger Prozesse 1946, die prominenten Berichterstatter von Erika Mann bis Willy Brandt und ihren Umgang mit dem Unsagbaren.
Positionspapier
:Wie sich die SPD von ihrer alten Ostpolitik verabschiedet
Jahrzehntelang galt für Sozialdemokraten der Grundsatz, dass Frieden in Europa nur mit Moskau organisiert werden kann. Nun geht es Parteichef Klingbeil darum, Sicherheit vor Russland zu organisieren.
Weitere Briefe
:Nur Fliegen ist schöner
Die Stimmung vor der Wahl von 1972 beschreibt ein SZ-Leser als einzigartig. Ein anderer ist auf das Fliegen indes nicht so gut zu sprechen.
ExklusivPolitiker-Porträt
:Kennen Sie diesen Mann?
Konrad R. Müller hat alle deutschen Regierungschefs seit Adenauer fotografiert, jetzt auch Olaf Scholz. Das Porträt ist die beste Antwort auf die Frage, wer der Bundeskanzler eigentlich ist.
Wozu brauchen wir die SPD?
:Die verdammte Partei
Triumph und Tragik der Sozialdemokraten: Wie die SPD fast immer auf die Schnauze kriegt - ein historisches Kalenderblatt zum Wahlerfolg Willy Brandts im November 1972 .
Um Verzeihung bitten
:Worauf es bei einer Entschuldigung ankommt
Wer einen Fehler eingesteht, wirkt nicht etwa schwach – sondern souverän. Das gilt vor allem, wenn Mächtige um Verzeihung bitten, wie jüngst Margrethe von Dänemark.
Kanzler auf Reisen
:Im Zuge der Geschichte
Olaf Scholz ist mit dem Zug nach Kiew gefahren. Nicht die erste wichtige Reise eines Bundeskanzlers mit der Bahn: Konrad Adenauer nutzte den Zug besonders oft, auch Angela Merkel wusste, wie man sich damit in Szene setzt.
Misstrauensvotum gegen Brandt 1972
:Ein Bösewicht in Bonn
Hartmut Palmer, Reporter und Zeitzeuge, hat einen Doku-Krimi über die Causa Brandt/Barzel vor 50 Jahren geschrieben. Darin dokumentiert er, so gut es geht, eine ganz eigene Theorie über den "Verrat am Rhein".
Misstrauensvotum gegen Brandt 1972
:Aufwallung für Willy
Bernd Rother untersucht, warum im April vor 50 Jahren spontan Hunderttausende auf die Straße gingen, um gegen die geplante Abwahl von Willy Brandt als Kanzler zu protestieren.
05:34
Prantls Politik
:Ein Schicksalstag der deutschen Geschichte
Heute vor 50 Jahren musste sich Willy Brandt einem Misstrauensvotum stellen. Wäre die Abstimmung anders ausgegangen, hätte die Wiedervereinigung womöglich nicht stattgefunden.