Asterix und Obelix:"Wir lassen uns volllaufen"

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Asterix in Italien - Das Cover ist da!

Obelix wird zum Rennfahrer in "Asterix in Italien". Bei einem Wagenrennen durch das Land hält er die Zügel in der Hand.

(Foto: Egmont Ehapa Media)

Der Zeichner Didier Conrad und der Szenarist Jean-Yves Ferri sprechen über ihren neuen Band "Asterix in Italien", wie sie sich neue Geschichten ausdenken und warum die Bösewichte dumm sein müssen.

Interview von Alex Rühle

Um neue "Asterix"-Bände gibt es normalerweise ein Geheimhaltungsgewese wie sonst nur um "Star Wars"-Episoden. Wenn aber zur Asterix-Präsentation in den Automobile Club de France nach Paris eingeladen wird, dann kann man sich ja denken, dass "Asterix in Italien" irgendetwas mit Autos zu tun hat. So ist es auch, wenn auch in Form von einem Pferdewagenrennen quer durch Italien. Cäsar möchte nämlich den anderen Völkern zeigen, was für ein weltweit einmaliges Straßennetz er aufgebaut hat. Aber warum sitzt Obelix am Steuer? Und warum überhaupt Italien? Das sind Fragen an den Zeichner Didier Conrad und den Szenaristen Jean-Yves Ferri. Die beiden Franzosen lassen nun schon zum dritten Mal (an Stelle von Uderzo und Goscinny) Asterix und Obelix durch die Welt reisen. Jetzt müssen sie aber erst mal das Präsentationsspektakel über sich ergehen lassen. Inklusive Zahlengeprassel: Vier Spiel- und neun Trickfilme gibt es mittlerweile, 100 Millionen Zuschauer, 50 Millionen Besucher im Asterix-Park und 370 Millionen verkaufte Bände in 110 Sprachen. Und dann grüßt noch der 90-jährige Uderzo per Videobotschaft und gibt dem neuen Heft und seinen Nachfolgern seinen Segen. Fabelhaft machen die Jungs das, und wie Didier Conrad meinen Strich inzwischen hinbekommt! Das ist ein herrliches Beispiel für die hohe Kunst der Franzosen, vergiftete Komplimente zu machen. In einem Asterix-Band wäre seine Sprechblase giftgrün - aber mit Blumenranken versehen. Wie anders wirkt dagegen das freundschaftliche Gefrotzel, mit dem Ferri und Conrad im Interview aufeinander reagieren.

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